TM
12. Februar 2026
|
12 Min Lesedauer


Julian
Viele starten mit einem Baukasten, weil es schnell gehen muss. Und oft ist das auch okay – bis die Website plötzlich Vertrieb, Vertrauen und Wirkung tragen soll.
In diesem Beitrag teilen wir, woran du in der Praxis erkennst, wann ein Baukasten reicht – und wann eine individuelle Website dir Zeit, Geld und Nerven spart.
Du bekommst Kriterien, typische Stolperfallen und einen kleinen Entscheidungspfad, den wir in Projekten immer wieder nutzen.
Performance
Ownership
Wachstum
Nutzererlebnis
Sichtbarkeit
Datenschutz
Barrierefreiheit
Nachhaltigkeit
Integrationen
Investitionslogik
Wir sehen die Frage „Baukasten oder individuell?“ selten als reine Designfrage. Es ist eher die Frage, ob deine Website ein hübsches Schild an der Tür ist – oder ob sie Teil deiner Infrastruktur wird.
Seit 2025 hat sich ein Muster nochmal verstärkt: Menschen prüfen schneller, vergleichen härter und entscheiden öfter ohne Gespräch. In dem Moment ist deine Website nicht „Marketing“, sondern Beweisführung. Und dabei zählt nicht nur, was du sagst, sondern wie es sich anfühlt. Dass rund 75 % der Nutzer die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens am Webdesign festmachen, ist keine Kleinigkeit. Made for Web
Ein Baukasten kann diesen ersten Schritt abdecken: online sein, Informationen liefern, ein Kontaktformular anbieten. Aber sobald du erwartest, dass die Website aktiv arbeitet – Leads qualifiziert, Vertrauen aufbaut, Abläufe vereinfacht, eine Community mitnimmt – wird aus „Seite bauen“ plötzlich „System bauen“.
Unsere erste praxiserprobte Methode ist deshalb die Zwei-Ebenen-Frage:
1) Muss die Website nur erklären – oder auch entscheiden helfen?
2) Soll sie nur heute funktionieren – oder sich die nächsten Jahre weitertragen?
Wenn du bei einer dieser Fragen innerlich „eigentlich beides“ denkst, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn dann wird jede Einschränkung (Performance, SEO, Tracking, rechtliche Kontrolle) nicht zu einem Detail, sondern zu einem wiederkehrenden Reibungspunkt.
Und noch etwas, das in vielen Vergleichsartikeln fehlt: Für Purpose-orientierte Marken ist die Website oft ein Ort für Haltung. Du willst nicht nur „gut aussehen“, du willst stimmig sein. Wenn Anspruch und Technik auseinanderlaufen, spürt man das – wie bei einem Laden, der Nachhaltigkeit predigt, aber Plastikberge im Schaufenster hat.
Genau an dieser Stelle fängt die Entscheidung an, wirklich wichtig zu werden.


Baukasten-Systeme verkaufen ein Versprechen, das wir gut verstehen: „Du kannst sofort loslegen.“ Und ja, für einen einfachen Onepager oder ein zeitlich begrenztes Projekt kann das genau richtig sein.
Was in der Praxis aber oft passiert: Der Start ist schnell – und das Ende wird zäh. Nicht, weil Baukästen per se schlecht sind, sondern weil sie für sehr viele Szenarien gleichzeitig gebaut werden müssen. Diese „Alles-für-alle“-Logik führt häufig zu zwei Nebenwirkungen.
Erstens: Blackbox statt Klarheit. Du siehst im Editor schöne Blöcke, aber du siehst nicht, was technisch wirklich passiert. Wenn etwas langsam ist, wenn Layouts auf bestimmten Geräten kippen oder SEO-Signale nicht greifen, stehst du schnell vor einem „Warum?“ ohne echte Antwort. Dann bleibt nur: Forum, Support-Chat, Workaround.
Zweitens: Lock-in durch Bequemlichkeit. Baukästen sind wie eine Mietwohnung: bequem, aber du entscheidest nicht über die Wände. Wenn du später umziehen willst, nimmst du deine Möbel (Inhalte) mit – aber das Haus (Struktur, Templates, Logik) bleibt zurück. In vielen Fällen bedeutet ein Wechsel: neu bauen.
Wir haben auch beobachtet, dass Baukästen gerne als „Mainstream“ wirken, obwohl sie im Web insgesamt ein eher kleiner Teil sind. Weltweit liegen Website-Builder laut einer W3Techs-Auswertung nur bei rund 1,2 %, in Deutschland bei etwa 3,7 %. pixagentur.de (W3Techs-Auswertung)
Das ist kein Qualitätsurteil, aber ein Hinweis: Wenn Unternehmen stärker wachsen oder digitale Prozesse ernsthaft tragen müssen, wechseln sie oft auf flexiblere Grundlagen (CMS, eigene Entwicklung, Headless).
Unsere zweite praxiserprobte Methode nennen wir intern Reibungs-Logbuch: Wenn du über zwei bis drei Wochen mehrmals denkst „Geht nicht“, „Nur im teuren Paket“, „Irgendwie hacky“ oder „Dafür bräuchten wir einen Umweg“, dann ist das kein Zufall. Es ist ein Signal, dass das System nicht zu deinem Bedarf passt – und dass du nicht „zu doof“ bist, sondern zu ambitioniert für die Schablone.
Lass uns deine Optionen in 20 Minuten sortieren.
Wenn wir mit Teams sprechen, klingt Baukasten-Rechnung oft so: „20–40 Euro im Monat, passt.“ Die Rechnung für eine individuelle Website klingt eher wie ein Brocken: einmalig mehrere Tausend Euro. Und trotzdem kippt die Entscheidung in vielen Fällen – sobald man nicht nur auf den Preis schaut, sondern auf die Gesamtkosten über Zeit.
Ein Baukasten kostet Geld, klar. Aber er kostet häufig noch etwas, das niemand in Excel schreibt: Aufmerksamkeit. Du springst zwischen Template-Fragen, Bildformaten, Cookie-Banner-Einstellungen, SEO-Feldern und Layout-Kompromissen. Nicht, weil das alles unmöglich wäre – sondern weil es sich über Wochen verteilt, immer wieder. Und weil du als Betreiber:in am Ende trotzdem die Verantwortung trägst, ob die Seite wirkt.
Wir nutzen dafür gerne eine einfache TCO-Brille (Total Cost of Ownership): Abo-Kosten + deine Zeit + entgangene Chancen + späterer Umzug.
Die „entgangenen Chancen“ sind schwer zu greifen, aber die Performance-Fakten machen sie sichtbar. Wenn eine mobile Seite länger als drei Sekunden lädt, springen laut Google-Daten 53 % der Nutzer ab. adzine (Google/DoubleClick)
Das heißt nicht, dass jede Baukasten-Seite automatisch langsam ist. Aber Baukästen bringen oft Ballast mit, den du nicht wegoptimieren kannst. Und wenn dir dadurch regelmäßig auch nur ein Teil deiner Besucher wegbricht, wird „billig“ schnell teuer.
Ein Beispiel, das wir häufig sehen: Ein kleines Team baut selbst, ist irgendwann online – und merkt nach sechs Monaten, dass die Website zwar existiert, aber keine Anfragen bringt. Dann beginnt die zweite Runde: Texte neu, Struktur neu, SEO nachziehen, Performance „irgendwie“ verbessern. In Summe ist das nicht selten teurer als ein klar geführtes Projekt von Anfang an.
Was uns dabei wichtig ist: Eine individuelle Website ist nicht automatisch „die große Lösung“. Oft reicht auch ein kleiner, sauberer Start, der später wachsen kann. Der Unterschied ist: Das Fundament ist so gelegt, dass du nicht in einem Jahr wieder von vorn anfangen musst.


Wir haben in Projekten gelernt: Performance ist selten das, was Teams sich „wünschen“. Es ist das, was im Hintergrund entscheidet, ob überhaupt jemand bleibt.
Wenn eine Seite träge lädt, passiert etwas sehr Gemeines: Du verlierst nicht nur Geduld, du verlierst Deutungshoheit. Nutzer sehen nicht erst deine Argumente, sie spüren zuerst Reibung. Und Reibung wird im Kopf schnell zu „unprofessionell“.
Die Zahlen dazu sind unbequem. Eine große Auswertung von Tooltester nennt für Websites im Schnitt rund 8,6 Sekunden Ladezeit auf Mobilgeräten, während gut optimierte Seiten eher bei etwa 2,5 Sekunden liegen. Tooltester
Das ist genau der Bereich, in dem die berühmten 3-Sekunden-Grenzen relevant werden. Wenn 53 % abspringen, bevor sie überhaupt lesen, ist das nicht „ein bisschen schlechter“, sondern ein anderes Spiel. adzine (Google/DoubleClick)
Warum Baukästen hier oft kämpfen, erklären wir gern ohne Technik-Sprech: Sie müssen sehr viele Features bereithalten, auch wenn du sie nicht nutzt. Das führt zu zusätzlichem Code und zusätzlichen Abhängigkeiten. Bei einer individuell entwickelten Website reduzieren wir konsequent auf das, was du wirklich brauchst.
Und hier kommt eine „Geheimzutat“, die in vielen Artikeln fehlt: Performance ist auch Nachhaltigkeit. Jede unnötige Datenübertragung kostet Energie. Wenn eine Seite schlanker ist, lädt sie nicht nur schneller, sie verursacht auch weniger digitalen Fußabdruck. Als grobe Orientierung wird für eine durchschnittliche Pageview ein Wert um 0,5 g CO₂ genannt. Yoast
In der Praxis bedeutet das: Minimalistisches Design ist nicht „weniger“, sondern oft respektvoller – gegenüber Zeit, Akku, Datenvolumen und Klima.
Wenn du das selbst prüfen willst, nutzen wir gerne zwei schnelle Tools: Google PageSpeed Insights für Tempo und Website Carbon Calculator für eine grobe CO₂-Schätzung. Beide sind kein Urteil, aber sie machen sichtbar, wo du stehst.
SEO fühlt sich für viele wie „ein bisschen Text und ein paar Keywords“ an. Wir erleben es anders: SEO ist das Ergebnis von Struktur, Technik und Inhalt, die zusammenpassen.
Baukasten-Systeme bieten meist solide Basics: Titel, Meta-Description, Sitemap. Das ist gut – aber es ist nur das Fundament. Sobald du mit Wettbewerb zu tun hast, wird es feiner: Wie sauber ist dein HTML aufgebaut? Wie stabil lädt die Seite? Wie gut kannst du interne Verlinkung und Content-Architektur steuern?
Wir nutzen dafür in Projekten einen Ansatz, der besonders für KMU und Purpose Brands funktioniert: Content als Orientierungssystem. Statt einzelner, isolierter Seiten bauen wir Themenbereiche, die Nutzer wirklich durch ein Problem führen. Das klingt simpel, aber es stellt Anforderungen an URL-Strukturen, Templates, interne Links, strukturierte Daten und Tracking.
Und genau da wird es in Baukästen manchmal eng. Nicht immer, aber oft genug, dass wir es regelmäßig sehen: begrenzte Kontrolle über saubere Weiterleitungen, eingeschränkte Möglichkeiten für strukturierte Daten (Schema.org), oder eine Inhaltsstruktur, die eher nach Editor-Logik als nach Nutzerlogik wächst.
Wenn du organisch wachsen willst, hilft es, SEO als „Kontrollraum“ zu denken. Wir wollen wissen: Welche Seiten werden gefunden? Wo springen Menschen ab? Welche Inhalte führen zu Anfragen? Dafür brauchst du auch saubere Messbarkeit. Mit einer individuellen Website können wir Tracking so einrichten, dass es zu deinen Datenschutzanforderungen passt – und dass du wirklich Antworten bekommst, statt nur Zahlen.
Ein weiterer Punkt, den wir 2026 besonders ernst nehmen: Google bewertet Nutzererlebnis und Performance stärker über Core Web Vitals und ähnliche Qualitätsindikatoren. Dass Seiten, die diese Schwellen erfüllen, teils 10–20 % mehr organischen Traffic sehen, wird in Studien immer wieder berichtet. tehnika.mk
Wir versprechen keine Rankings. Aber wir sehen konstant: Wenn Technik, Struktur und Inhalt zusammenpassen, wird SEO planbarer. Und Planbarkeit ist am Ende das, was dir die Entscheidung abnimmt.


Wir priorisieren Maßnahmen, die wirklich etwas ändern.
Wir sagen es offen: Nicht jede Website braucht ein großes Individualprojekt. Aber es gibt klare Momente, in denen ein Baukasten nicht mehr nur „limitiert“, sondern aktiv bremst.
Der häufigste Auslöser ist nicht „wir wollen etwas Schickeres“, sondern „wir brauchen, dass es funktioniert“. Zum Beispiel, wenn du Integrationen brauchst: CRM, Newsletter, Terminbuchung, Bewerbungen, Mitgliederbereiche, Produktdaten, interne Tools. Baukästen können hier einiges, aber du bist auf den App-Katalog und die Grenzen des Systems angewiesen. Sobald es spezifisch wird, wird es wackelig.
Ein zweiter Auslöser ist Wachstum im Inhalt. Sobald Blog, Wissensbereich oder mehrere Zielgruppen dazukommen, wächst die Seite nicht mehr linear. Dann brauchst du wiederverwendbare Module, saubere Templates, klare Navigationslogik. Sonst wird jede neue Seite ein kleines Bastelprojekt.
Ein dritter Auslöser ist Markenarbeit. Wir erleben oft: Sobald eine Marke ernsthaft Vertrauen aufbauen will (Investoren, größere Kunden, öffentliche Partner), reicht „Template hübsch“ nicht mehr. Du brauchst ein Design, das wie ein eigener Ton klingt – nicht wie ein Echo.
Wenn du uns nach einem schnellen Indikator fragst, nutzen wir in der Praxis den Drei-Fragen-Test:
1) Muss die Website in den nächsten 12 Monaten mehr können als heute?
2) Darf sie bei Performance oder SEO nicht „mittel“ sein?
3) Hängt Vertrauen direkt an der Website (Sales, Spenden, Recruiting)?
Wenn du zwei dieser Fragen mit Ja beantwortest, wird individuell sehr oft die ruhigere Entscheidung.
Und noch ein Punkt, der gerne unterschätzt wird: Viele starten im Baukasten mit dem Gedanken „wenn es ernst wird, ziehen wir um“. In der Realität bedeutet das oft: Inhalte manuell übertragen, Struktur neu denken, SEO-Risiken sauber abfedern. Es ist machbar – aber selten „einfach“. Genau deshalb planen wir lieber so, dass du später nicht neu anfangen musst, sondern weitergehen kannst.


Wenn wir über „individuell“ sprechen, meinen wir nicht: kompliziert, schwer pflegbar, nur für Tech-Teams. Wir meinen: bewusst gebaut.
Unsere Perspektive bei Pola hat drei Schwerpunkte, die in klassischen Baukasten-vs.-Agentur-Vergleichen oft fehlen.
Erstens: Green UX als Grundhaltung. Wir reduzieren bewusst Gewicht: weniger unnötige Animationen, keine Bild-Dekoration ohne Zweck, konsequente Komprimierung, klare Typografie. Das ist nicht nur ein Stil – es ist eine Entscheidung für weniger Daten, weniger Energie, weniger Ablenkung. Und ja: Das fühlt sich auch besser an.
Zweitens: Zugang für alle. Barrierefreiheit wird 2026 immer weniger „nice to have“ und immer mehr Erwartung – gesellschaftlich, oft auch rechtlich je nach Kontext. Baukasten-Templates können gut aussehen und trotzdem in der Tastaturbedienung scheitern oder bei Kontrasten danebenliegen. Wenn wir individuell gestalten und entwickeln, prüfen wir bewusst mit Tools wie dem WAVE Accessibility Tool. Das ist kein Ersatz für echte Tests, aber ein guter Realitätscheck.
Drittens: Wertekonsistenz. Purpose Brands werden nicht daran gemessen, wie laut sie ihre Mission schreiben, sondern wie stimmig sie handeln. Eine Website, die Nachhaltigkeit erzählt, aber 12 MB schwere Hero-Videos lädt, wirkt widersprüchlich. Eine Seite, die „für alle“ schreibt, aber Screenreader ausschließt, ebenso.
In unseren Projekten merken wir: Diese Form von Konsistenz ist nicht moralischer Zeigefinger, sondern ganz praktische Markenpflege. Sie spart Support („Ich finde das nicht“), erhöht Vertrauen („Das wirkt durchdacht“) und macht aus einer Website einen Ort, an dem man gern bleibt.
Wenn du dich dafür interessierst, wie wir Nachhaltigkeit im Web messbar machen, ist unser Ansatz nah an dem, was Tools wie der Website Carbon Calculator sichtbar machen – nur eben eingebettet in Design- und Technikentscheidungen, die du langfristig kontrollieren kannst.
Ein Punkt, den viele erst merken, wenn es weh tut: Wem gehört deine Website eigentlich?
Bei Baukästen besitzt du in der Regel deine Inhalte – Texte, Bilder, Markenname. Aber der Rahmen, in dem sie leben, ist geliehen. Wenn der Anbieter Preise ändert, Features streicht oder dein Paket an Grenzen stößt, bist du in dessen Takt. Das ist nicht automatisch schlimm. Es ist nur eine Abhängigkeit, die du bewusst akzeptieren solltest.
Individuelle Websites geben dir dagegen Ownership auf mehreren Ebenen: Code, Designlogik, Hosting-Entscheidung, Datenflüsse. Das ist besonders relevant, wenn Datenschutz und Datensouveränität für dich mehr sind als ein Banner.
DSGVO ist dabei kein einzelner Schalter. Es geht um viele kleine Entscheidungen: Welche externen Scripts laden wir? Wo stehen Server? Wie lösen wir Schriftarten, Karten, Videos? Wie messen wir, ohne unnötig Daten zu sammeln? In einem Baukasten kannst du manches einstellen, anderes ist vorgegeben.
Wenn wir eine Website individuell bauen, können wir diese Fragen mit dir sauber klären. Und wir können die technische Basis so setzen, dass du später nicht bei jedem kleinen Schritt in eine Sackgasse läufst.
Ein Mythos, der sich hart hält: „Individuell heißt, ich kann nichts selbst ändern.“ Unsere Erfahrung ist das Gegenteil – wenn das Projekt gut geplant ist. Wir setzen fast immer auf ein CMS, das zu deinem Team passt. Das kann klassisch sein oder Headless. Pola arbeitet z. B. je nach Bedarf mit modernen Setups wie Payload CMS und Frontends, die auf Performance ausgelegt sind.
Ownership heißt für uns nicht: Du musst alles selbst können. Ownership heißt: Du kannst Entscheidungen treffen, ohne dass dir die Plattform die Richtung vorgibt.
Du bekommst Klarheit, auch ohne sofort zu bauen.
Wenn du nach all dem eine klare Antwort willst, nutzen wir gern einen Entscheidungspfad, der nicht mit Features beginnt, sondern mit Risiko.
Wir starten mit dem, was wir Impact-Dreieck nennen: Sichtbarkeit, Vertrauen, Aufwand.
Wenn deine Website kaum Sichtbarkeit braucht (z. B. internes Projekt, sehr kleine lokale Reichweite) und Vertrauen nicht stark am Webauftritt hängt, kann ein Baukasten völlig reichen – vor allem, wenn Zeit gerade der Engpass ist.
Wenn Sichtbarkeit wichtig ist, Vertrauen aber noch nicht direkt in Umsatz oder Spenden übersetzt wird, lohnt sich oft ein Mittelweg: ein solides Setup mit gutem CMS und einem klaren Design, aber bewusst klein gehalten.
Wenn Sichtbarkeit und Vertrauen zentrale Ziele sind (und Aufwand intern knapp ist), wird eine individuelle Website schnell zur wirtschaftlichsten Option, weil sie nicht nur „online“ macht, sondern Reibung rausnimmt.
Um das praktisch zu machen, stellen wir im Erstgespräch vier Fragen. Du kannst sie dir auch selbst beantworten:
1) Was soll die Website in 6 Monaten messbar erreicht haben (Anfragen, Bewerbungen, Spenden, Termine)?
2) Wer muss sich dort wirklich zurechtfinden – und welche Barrieren dürfen nicht passieren?
3) Welche Systeme müssen andocken (Newsletter, CRM, Termin, Shop, Analytics)?
4) Wie lange willst du auf diesem Fundament arbeiten, bevor du wieder umbauen willst?
Wenn du darauf Antworten hast, ist die Entscheidung selten noch nebulös.
Und wenn du gerade unsicher bist, ob deine Seite „gut genug“ ist, machen wir es gern greifbar: Ein schneller Check über PageSpeed Insights, ein grober CO₂-Blick mit dem Website Carbon Calculator und ein Accessibility-Screening mit WAVE. Das sind keine finalen Audits – aber sie geben dir eine Richtung, ohne dass du dich durch Meinungen wühlen musst.
So wird aus „Bauchgefühl“ eine Entscheidung, die du auch in einem Jahr noch nachvollziehen kannst.


Wenn wir auf die nächsten zwei bis fünf Jahre schauen, sehen wir keine Zukunft, in der Baukästen verschwinden. Im Gegenteil: No-Code wird besser, KI-gestützte Editoren werden mehr können, und für einfache Seiten wird der Einstieg noch leichter.
Die Frage wird eher: Was passiert, wenn deine Website nicht nur „eine Seite“ ist, sondern ein Knotenpunkt – für Inhalte, Produkte, Community, Recruiting?
Wir erwarten, dass drei Dinge stärker zählen.
Erstens: Qualitätsstandards für Performance werden strenger gelebt. Nicht nur von Suchmaschinen, sondern von Nutzergewohnheiten. Wenn mobile Ladezeiten im Durchschnitt weiterhin hoch bleiben, wird jede Marke, die schneller ist, automatisch angenehmer wirken. Tooltester
Zweitens: Barrierefreiheit wird im öffentlichen Bewusstsein weiter nach vorn rücken. Was heute oft als Spezialthema gilt, wird für viele Organisationen zur Voraussetzung – aus Verantwortung, teils auch aus Pflicht.
Drittens: Die Web-Landschaft bewegt sich technisch weiter in Richtung „Content getrennt von Darstellung“. Headless CMS und leichtgewichtige Frontends sind kein Hype, sondern eine Antwort auf das alte Problem: Redakteure wollen einfach pflegen, Nutzer wollen schnelle Seiten. Wir bauen solche Setups, weil sie genau diese Brücke schlagen.
Baukasten-Anbieter werden darauf reagieren. Aber du bleibst trotzdem in deren Fahrplan.
Wenn du also eine Entscheidung treffen willst, die auch 2029 noch Sinn ergibt, würden wir es so formulieren: Wähle nicht das Tool, das heute am wenigsten weh tut. Wähle das Fundament, das dir erlaubt, später ohne Drama weiterzugehen.
Und wenn du aktuell klein bist: Das ist kein Gegenargument. Es ist eher die Chance, früh eine Basis zu setzen, die dich nicht ausbremst, wenn es gut läuft.
Die häufigsten Fragen, die wir in Gesprächen hören – kurz erklärt, aber nicht oberflächlich.
Schreib uns eine Nachricht oder buche direkt ein unverbindliches Erstgespräch – wir freuen uns darauf, dich und dein Projekt kennenzulernen.
Julian Finke
[email protected]
+49 155 638 280 87
unsere Pläne
Copyright © 2026 Pola
Erfahre Mehr
TM