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Prozessdigitalisierung

Interne Prozesse digital abbilden: Effizienz und Nutzerfreundlichkeit vereinen

14. Februar 2026

|

12 Min Lesedauer

Zusammenfassung
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Anna

Interne Prozesse zu digitalisieren klingt nach „schneller, günstiger, besser“ – und endet in der Praxis oft bei neuen Klickstrecken, Schattenlisten und Frust.


Wir teilen, worauf es wirklich ankommt: erst Klarheit im Ablauf, dann eine Lösung, die Menschen gern benutzen. Mit einem Vorgehen, das Adoption messbar macht – und ROI nicht nur verspricht.

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Warum das Thema jetzt zieht

Es gibt diesen Moment in Organisationen, in dem niemand mehr laut sagt, dass etwas kaputt ist – aber alle spüren es. Der Urlaubsantrag liegt „irgendwo“. Rechnungen warten auf Freigaben. Neue Kolleg:innen starten ohne Zugänge. Und irgendwo existiert eine Excel-Datei, die „nur Jana“ versteht.


Warum das 2026 so stark drückt? Weil Zeit und Aufmerksamkeit knapper werden. Deutsche KMU nennen Zeitersparnis und Effizienz am häufigsten als Mehrwert von Digitalisierung (51 %). Sage (2024) Gleichzeitig wächst die Erwartungshaltung: intern wie extern. Wer intern langsam ist, wird außen selten schnell.


Und dann ist da noch ein unbequemer Fakt: Viele Transformationen scheitern nicht, weil „die Technik“ schlecht wäre, sondern weil niemand den Alltag der Menschen wirklich verstanden hat. Dass rund 70 % digitaler Transformationsinitiativen ihre Ziele verfehlen, wird in der Praxis immer wieder bestätigt. McKinsey, zitiert via LinkedIn


Wir erleben in Projekten oft: Der Druck, „endlich digital zu werden“, führt zu hektischen Tool-Entscheidungen. Dann kommt ein neues System – und plötzlich entstehen neue Umwege. Die eigentliche Chance ist eine andere: Prozesse digital abzubilden, sodass sie Reibung entfernen. Nicht nur Kosten.


Unser Blick: Wenn du interne Abläufe anfasst, gestaltest du Arbeitsrealität. Und genau deshalb lohnt es sich, das Thema nicht als IT-Aufgabe zu behandeln, sondern als Designaufgabe für Zusammenarbeit – mit Klarheit, Fairness und einer Lösung, die gern genutzt wird.

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Was digitale Prozesse wirklich sind

Wenn wir „digitale Prozesse“ sagen, meinen wir nicht „PDF statt Papier“. Das ist bestenfalls eine neue Hülle.


Ein digitaler Prozess ist ein Ablauf, der end-to-end gedacht ist: Informationen werden einmal erfasst, sauber weitergegeben, Entscheidungen werden nachvollziehbar getroffen – und am Ende landet alles dort, wo es hingehört. Digitale Arbeitsschritte werden elektronisch ausgeführt und sind dadurch schneller, transparenter und auswertbar. EXWE (2024)


In der Praxis ist das ein Unterschied wie zwischen „E-Mail an drei Leute, irgendwer macht’s schon“ und „ein klarer Flow mit Verantwortlichkeit, Status und Erinnerung“. Transparenz ist dabei kein Kontrollinstrument, sondern Orientierung: Teams wissen, wo etwas steht, und müssen weniger nachfragen.


Wir nutzen gern ein einfaches Bild: Ein Prozess ist wie ein Weg durch den Wald. Wenn du ihn nur asphaltierst, ohne Kurven zu begradigen, bleibt er mühsam – nur eben schneller mühsam. Digital abbilden heißt, den Weg zuerst zu verstehen: Wo stolpern Menschen? Wo stehen sie im Regen, weil niemand entscheidet? Wo tragen sie Last doppelt?


Typische Merkmale, an denen du einen „echten“ digitalen Prozess erkennst:


1) Er reduziert Medienbrüche (kein Copy-Paste zwischen drei Systemen).


2) Er macht Ausnahmen sichtbar (nicht alles ist Standard, aber Standards helfen).


3) Er erzeugt Daten, die du nutzen kannst (Durchlaufzeit, Fehler, Engpässe).


Und er hat eine klare Haltung: Technik dient Menschen. Das ist unser erster frischer Blickwinkel, der in vielen Artikeln fehlt: Die Qualität eines internen digitalen Prozesses misst du nicht am Funktionsumfang, sondern daran, ob er den Alltag spürbar leichter macht.


Wenn du dir unsicher bist, wo du stehst, hilft eine ehrliche Frage: „Würden wir diesen Prozess selbst gern benutzen, wenn wir neu im Unternehmen wären?“ Wenn die Antwort zögert, ist das ein Signal – und ein guter Startpunkt.

Warum UX den ROI entscheidet

Es gibt eine stille Art, wie Digitalisierungsprojekte scheitern: nicht mit einem Knall, sondern mit einem Workaround. Das neue Tool ist da – und daneben wächst wieder eine Excel, ein Slack-Thread, ein „Schick’s mir kurz per Mail“.


Was dann passiert, ist teuer. Nicht unbedingt auf der Rechnung, aber in Zeit, Frust und Schatten-IT. Eine Zahl, die wir dafür sehr treffend finden: 43 % der Mitarbeitenden nennen eine schlechte Benutzeroberfläche als große Herausforderung im Arbeitsalltag. Capterra (UK)


Gleichzeitig fühlen sich 27 % von der Menge an Tools überfordert – bei Babyboomern sind es sogar 42 %. Capterra (UK) Das ist der Punkt, an dem „Effizienz“ kippt: Wenn du Prozesse digital abbildest, aber die Bedienung kognitiv anstrengend ist, verlierst du Adoption. Und ohne Adoption kein ROI.


Unser zweiter frischer Blickwinkel: Interne UX ist keine Nebensache, sondern eine Investitionsabsicherung. Wir behandeln interne Tools wie Produkte. Mit klaren Nutzerrollen, typischen Wegen („Jobs to be done“), Sprache, die im Unternehmen verstanden wird, und einem Interface, das nicht erklärt werden muss.


Eine praxiserprobte Methode, die wir dafür nutzen, nennen wir intern den „Friction-to-Flow-Check“:


1) Wir sammeln die drei häufigsten Momente, in denen Menschen heute fluchen (wirklich wörtlich).


2) Wir bauen den kleinsten Flow, der genau diese Reibung entfernt.


3) Wir testen ihn früh mit echten Nutzer:innen aus zwei Erfahrungsgruppen (digital sicher und digital vorsichtig).


Das klingt simpel, hat aber eine große Wirkung: Du vermeidest, dass du zuerst „komplette Systeme“ einführst, statt zuerst Erleichterung zu liefern.


Wenn du ROI argumentieren musst, hilft außerdem ein Perspektivwechsel: Nicht nur „wie viele Minuten sparen wir“, sondern „wie viele Unterbrechungen verhindern wir“. Denn Unterbrechungen sind die unsichtbaren Kosten, die Teams müde machen.

Prozess Audit als Startpunkt

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Erst den Ablauf beruhigen, dann die Technik anschließen

Vom Ist zum ersten Gewinn

Wir sehen oft zwei Extreme: Entweder wird ein Prozess ewig diskutiert („Wir müssen das erst perfekt definieren.“), oder er wird zu schnell digitalisiert („Wir nehmen Tool X, dann ist es erledigt.“). Beides führt selten zu Ruhe.


Der Weg dazwischen beginnt mit Vorarbeit, die nicht nach Bürokratie schmeckt, sondern nach Entlastung. Dafür arbeiten wir gern mit einem sehr konkreten Priorisierungsraster: Welche Abläufe verursachen heute die meisten Wiederholungen, die meisten Übergaben und die meisten Fehler? Diese drei Merkmale sind fast immer ein Hinweis auf schnellen Nutzen.


Wichtig ist auch, die richtige Flughöhe zu wählen. Viele Prozesse scheitern nicht am Kern, sondern an Ausnahmen. Unser Ansatz: Wir dokumentieren zuerst den „Normalfall“ in einem Satz („Wenn X passiert, dann Y, dann Z“). Danach sammeln wir nur die Ausnahmen, die wirklich häufig sind. Der Rest wird nicht ignoriert – aber bewusst später gelöst.


Das ist unsere zweite praxiserprobte Methode: der „Drei-Ebenen-Prozess“.


1) Normalfall (80 % der Fälle).


2) Häufige Ausnahmen (die jeden Monat auftauchen).


3) Seltene Sonderfälle (die man nicht zum Maßstab machen sollte).


Warum das hilft? Weil du so Quick Wins erzeugst, ohne dich selbst zu überfordern. Genau diese „kleinen Schritte, große Wirkung“-Logik empfehlen auch viele Praxisbeiträge für KMU. Helda Solutions (2025)


Und noch etwas, das sich überraschend stark auswirkt: klare Verantwortlichkeit. Nicht „die IT“, nicht „HR“, nicht „irgendwer“. Sondern: Wer ist Prozess-Owner? Wer entscheidet bei Konflikten? Sobald das geklärt ist, wird Digitalisierung leichter – weil sie nicht mehr nur ein Tool-Thema ist, sondern ein gemeinsames Bild.


Wenn du heute starten willst, nimm einen Prozess, der oft passiert und für viele sichtbar ist. Dann fühlt sich der erste Erfolg nicht wie ein internes Projekt an, sondern wie ein erleichterter Montag.

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Pilotieren statt alles auf einmal

Wenn du interne Prozesse digital abbildest, ist die Versuchung groß, sofort „die große Lösung“ zu bauen. Gerade wenn der Schmerz hoch ist. Wir verstehen das – und trotzdem raten wir fast immer zum Pilot.


Ein Pilot ist kein Provisorium, sondern ein Test unter echten Bedingungen. Er beantwortet die Fragen, die du am Whiteboard nicht lösen kannst: Wo klicken Menschen daneben? Welche Begriffe sind unklar? Welche Daten fehlen plötzlich? Und was passiert, wenn jemand im Urlaub ist?


Wir setzen Piloten gern so auf, dass sie in 2–4 Wochen spürbar werden. Nicht als Großprojekt, sondern als sauberer erster Flow. Ein gutes Pilotziel ist messbar und menschlich zugleich: „Rechnungen werden im Schnitt in 3 Tagen freigegeben“ oder „Neue Mitarbeitende bekommen ihre Zugänge vor Tag 1“.


Dazu passen wenige, klare KPIs. Wir nehmen meist vier Werte, weil mehr im Alltag untergeht:


1) Durchlaufzeit.


2) Fehlerquote oder Rückfragen.


3) Nutzung (wie viele Fälle laufen wirklich durch den neuen Flow?).


4) Zufriedenheit im Team (kurzer Puls-Check).


Dass viele Projekte ihre Ziele verfehlen, hat oft damit zu tun, dass sie zu viel auf einmal verändern und dabei den Lernmodus verlieren. McKinsey, zitiert via LinkedIn


Ein Pilot bringt dich zurück in einen Rhythmus: bauen, beobachten, verbessern. Und er schafft Vertrauen, weil Menschen nicht nur „neue Software“ sehen, sondern eine Verbesserung, die sich in ihrem Tag bemerkbar macht.


Ganz praktisch: Plane von Anfang an Feedbackschleifen ein. Nicht als großes Meeting, sondern als kleine Frage nach einer Woche („Was war unnötig? Was war angenehm?“). Das wirkt unscheinbar – aber es ist der Unterschied zwischen Einführung und Adoption.

Integration schlägt neue Insellösung

Viele interne Digitalprojekte wirken auf den ersten Blick erfolgreich: ein Formular hier, eine App da. Und trotzdem bleibt die große Erleichterung aus. Der Grund ist fast immer derselbe: Daten müssen weiterhin von Hand von A nach B.


Integration klingt technisch, ist aber im Kern eine Alltagsfrage: Muss dein Team Dinge doppelt eintragen? Wenn ja, entsteht Frust – und nebenbei wächst das Risiko für Fehler.


Wir beginnen deshalb gern mit einer Systemlandkarte. Nicht als Dokumentationsmonster, sondern als einfaches Bild: Welche Systeme enthalten welche „Wahrheit“? Wo entsteht ein Datensatz zuerst? Wo darf er verändert werden? Das Ziel ist eine „Single Source of Truth“ – nicht als Buzzword, sondern als Regel: Informationen werden einmal gepflegt, dann fließen sie.


Wenn du Legacy-Systeme hast (was fast immer der Fall ist), gibt es drei realistische Wege:


1) APIs nutzen, wo es geht.


2) Mit Automatisierungstools wie Make oder Microsoft Power Automate Brücken bauen.


3) Für harte Fälle mit RPA nachhelfen, zum Beispiel mit UiPath.


Der Trick ist, das nicht als Tool-Spiel zu behandeln, sondern als Datenfluss-Design. Sobald du weißt, welche Information den Prozess antreibt (Kundennummer, Kostenstelle, Vertragsstatus), kannst du die Integration sinnvoll planen.


Und noch ein frischer Blickwinkel, der uns wichtig ist: Integration ist auch Governance. Wenn Fachbereiche mit Low-Code schnell eigene Lösungen bauen, ist das großartig – solange klar ist, wer Verantwortung für Sicherheit, Rechte und Wartung trägt. Datensicherheit ist für viele Organisationen das wichtigste Auswahlkriterium bei Tools. PeopleSpheres, ISG (2020)


Unser Zielbild: wenige Systeme, klare Zuständigkeiten, und Prozesse, die sich „aus einem Guss“ anfühlen. Das ist selten spektakulär – aber genau das macht es wirksam.

Integrations Check für Klarheit

Du willst Datenflüsse sehen, bevor du baust?

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Change heißt Sorgen ernst nehmen

Wenn Prozesse digital werden, verändern sich Rollen. Und damit kommt etwas, das in Projektplänen selten auftaucht: Unsicherheit. Manche fragen sich still, ob sie „zu langsam“ sind. Andere, ob die neue Transparenz zu Kontrolle wird. Wieder andere, ob KI ihnen irgendwann den Platz streitig macht.


Diese Sorgen sind nicht irrational. Sie sind menschlich. Und genau deshalb ist Change nicht „Begleitkommunikation“, sondern Teil der Lösung.


Ein Punkt, der uns dabei besonders hängen geblieben ist: Über die Hälfte der Mitarbeitenden hat das Gefühl, dass ihre Präferenzen bei der Einführung neuer Software nicht berücksichtigt werden. Capterra (UK) Das ist der Ursprung vieler Widerstände. Nicht die Technik – sondern das Gefühl, dass etwas über sie hinweg entschieden wird.


Was hilft in der Praxis?


Erstens: Sprache, die entlastet. Nicht „ihr müsst“, sondern „wir nehmen euch Schritte ab“. Wir erklären Nutzen in Alltagssätzen, nicht in Feature-Listen.


Zweitens: Key-User aus dem Team. Menschen, die den Prozess kennen und Vertrauen haben. Sie testen früh, sie übersetzen, sie geben Feedback. Und sie sind keine „Projektressource“, sondern Mitgestalter:innen.


Drittens: Training als Unterstützung, nicht als Prüfung. Gerade mit Blick auf die Unterschiede zwischen Generationen (42 % Überforderung bei Babyboomern vs. 26 % bei Gen Z). Capterra (UK) Wir planen Lernformate deshalb so, dass niemand sein Gesicht verliert: kurze Videos, kleine Übungsfälle, Sprechstunden.


Und viertens: ein klares Versprechen zur Datenkultur. Nicht alles, was messbar ist, muss bewertet werden. Digitale Prozesse können Vertrauen stärken – wenn du bewusst festlegst, wofür Daten genutzt werden (und wofür nicht).


Wenn Change gut gemacht ist, passiert etwas Schönes: Digitalisieren fühlt sich nicht wie Umstellung an, sondern wie Erleichterung. Und Teams fangen an, selbst nach dem nächsten Prozess zu fragen.

Drei Workflows die sofort drehen

Manchmal braucht es keine große Vision, sondern einen klaren Wendepunkt. Drei interne Workflows sehen wir besonders häufig – weil sie fast überall vorkommen und sofort spürbar werden.


Nehmen wir das Onboarding. Vorher ist es oft ein Mix aus E-Mails, PDFs, Zurufen. Digital wird es dann gut, wenn ein einziger Auslöser reicht: Sobald der Vertrag digital unterschrieben ist, startet automatisch eine Aufgabenfolge. Genau so wird der Unterschied in vielen Praxisbeispielen beschrieben: aus Chaos wird ein reibungsloser Start, weil Dinge parallel laufen und niemand raten muss, was als Nächstes passiert. DigiVisitenkarte (o. J.)


Oder der Rechnungseingang. In Buchhaltungen ist der Anteil repetitiver Dokumentenarbeit erschreckend hoch – in einem Praxisbeitrag ist sogar von bis zu 80 % Zeit für Belege und Ablage die Rede. MeguMethod (o. J.) Wenn du hier mit digitaler Erfassung (OCR) und klarer Freigabe-Logik arbeitest, entsteht nicht nur Tempo, sondern auch weniger Fehler und weniger Stress rund um Fristen.


Der dritte Klassiker ist interner Support: IT, HR, Office, Fuhrpark. Wenn Fragen per Mail kommen, geht Kontext verloren. Ein Ticket-System mit Self-Service-Wissen dreht das Verhältnis: Standardfragen lösen sich schneller, die Teams kümmern sich um die echten Fälle. Und ja, hier wird KI gerade sehr praktisch – nicht als „Allwissende“, sondern als Assistenz, die Antworten aus deiner eigenen Wissensbasis holt.


Wichtig ist uns dabei ein Detail, das selten erwähnt wird: Diese Workflows sind nicht nur „Prozesse“. Sie sind Erlebnisse. Onboarding ist Kultur. Rechnungen sind Vertrauen in Ordnung. Support ist das Gefühl, nicht allein zu sein.


Wenn du sie digital abbildest, entscheide dich bewusst für eine Form, die sich nach Respekt anfühlt: klare Zuständigkeit, einfache Oberfläche, barrierearme Bedienung, verständliche Sprache. Dann spürst du den Effekt nicht erst im Quartalsreport, sondern in Gesprächen auf dem Flur.

Pilot Sprint für deinen Use Case

Du willst einen Prozess in Wochen spürbar leichter machen?

Audit planen

Interne Prozesse zeigen, wofür deine Organisation steht

Werte werden im Alltag sichtbar

Bei Pola reden wir viel über Wirkung. Oft wird das nach außen gedacht: Website, Kampagne, Positionierung. Aber der Alltag entscheidet, ob eine Organisation ihre Werte wirklich lebt – und interne Prozesse sind dafür ein erstaunlich direkter Ort.


Wenn du Transparenz als Wert hast, aber Entscheidungen in privaten Postfächern verschwinden, spürt das jedes Team. Wenn du Inklusion ernst meinst, aber dein internes Tool ohne Tastaturbedienung oder mit winzigen Kontrasten gebaut ist, ist das eine unsichtbare Barriere.


Das ist unser dritter frischer Blickwinkel: Prozessdesign ist Kulturdesign. Digitale Abläufe sind nicht neutral. Sie belohnen bestimmte Verhaltensweisen (wer schnell klickt, wer die richtigen Begriffe kennt) und erschweren andere. Darum denken wir Purpose-orientierte Prozessgestaltung so:


Wir reduzieren unnötige Schritte, weil Bürokratie Energie frisst.


Wir bauen barrierearm, weil Zugang kein „Extra“ ist.


Wir machen Status sichtbar, weil das Druck aus Teams nimmt.


Und wir achten auf Nachhaltigkeit, nicht als moralischen Zeigefinger, sondern als echte Nebenwirkung guter Digitalarbeit: weniger Papier, weniger Pendelwege, weniger doppelte Ablage.


Auch der ökologische Aspekt ist oft näher, als man denkt. Ein papierbasierter Prozess ist nicht nur „alt“, er ist auch ressourcenintensiv: Drucken, scannen, ablegen, suchen. Wenn du das konsequent digital abbildest, sparst du nicht nur Minuten, sondern Material und Lagerfläche.


Wir mögen hier eine einfache Leitfrage: „Welche Entscheidung macht unser Prozess für Menschen leicht – und welche schwer?“ Wenn du sie ehrlich beantwortest, entstehen ganz konkrete Designentscheidungen. Zum Beispiel: klare Fehlermeldungen statt Schuldgefühl. Einfache Sprache statt Abkürzungsrätsel. Und Unterstützung für Ausnahmen, statt Menschen zu zwingen, außerhalb des Systems zu arbeiten.


So wird Digitalisierung nicht nur effizient, sondern stimmig.

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Was du messen solltest

Digitalisierte Prozesse hinterlassen Spuren. Und das ist eine gute Nachricht – wenn du sie als Lernhilfe nutzt, nicht als Überwachung.


Wir unterscheiden bei Messbarkeit zwei Ebenen: die harte Prozessleistung und die menschliche Wirkung. Bei der Prozessleistung geht es um Dinge wie Durchlaufzeit, Rückfragen, Fehler, Liegezeiten. Bei der menschlichen Wirkung geht es darum, ob der Flow angenommen wird und ob er Stress reduziert.


Warum wir das trennen? Weil viele Teams nur auf Tempo schauen – und dann überrascht sind, wenn die Nutzung trotzdem niedrig bleibt. Dabei ist Adoption der eigentliche Hebel. Dass 20 % der Mitarbeitenden höchstens die Hälfte der bereitgestellten Technologien nutzen, zeigt, wie schnell Investitionen verpuffen können. Capterra (UK)


Ein Set, das sich bei uns bewährt hat, ist bewusst klein:


Erstens: Median-Durchlaufzeit (nicht der Best Case).


Zweitens: Anteil „zurück an Absender“ (also Rückfragen oder Korrekturschleifen).


Drittens: Nutzungsquote pro Monat (wie viele Fälle laufen wirklich digital durch?).


Viertens: ein kurzer Zufriedenheits-Impuls, zum Beispiel drei Fragen im Team-Chat.


Wichtig ist, dass du dir vorab ein Basisniveau holst. Nicht perfekt, nur grob. Sonst misst du später zwar Verbesserungen, kannst sie aber nicht erzählen.


Und ja: Es lohnt sich, auch den Business Value zu übersetzen. Wenn du Zeit sparst, mach sie sichtbar. Die Sage-Studie zeigt, dass KMU neben Effizienz auch Umsatzsteigerung (38 %) und Kostensenkung (37 %) als Nutzen erleben. Sage (2024)


Wir würden es so formulieren: Messen ist kein Beweis, dass du recht hattest. Messen ist die Einladung, besser zu werden. Wenn du diese Haltung in dein Projekt nimmst, bleibt Digitalisierung lebendig – und wird mit der Zeit immer leichter.

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Antworten auf typische Einstiegsfragen

Häufige Fragen zur Prozessdigitalisierung

Womit fange ich an, wenn alles „digitalisiert werden müsste“?

Welche Tools sind „die richtigen“ für digitale Workflows?

Wie stelle ich sicher, dass Mitarbeitende den neuen Prozess wirklich nutzen?

Wie gehe ich mit Widerständen und Sorgen im Team um?

Wie wichtig ist Integration wirklich – reicht nicht eine gute Einzellösung?

Wie kann ich ROI bei internen Prozessen sinnvoll belegen?

Was ist der häufigste Fehler bei Prozessdigitalisierung?

Ein SVG-Icon, das einen stilisierten Pfeil darstellt, der nach rechts zeigt. Es besteht aus zwei Linien: eine geschwungene Linie von unten links nach oben rechts und eine gerade Linie, die vom unteren Punkt der Kurve nach rechts führt. Der Pfeil hat abgerundete Kanten und ist in einem dunklen Blau gezeichnet.
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