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Digitalisierung

Was ist der Unterschied zwischen Digitalisierung und digitaler Transformation?

14. Februar 2026

|

12 Min Lesedauer

Zusammenfassung
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Julian

Viele Projekte scheitern nicht an Technik, sondern an einem falschen Etikett: „Transformation“ drauf, aber nur „Digitalisierung“ drin.


In diesem Artikel trennen wir die Begriffe sauber, zeigen dir typische Praxisbeispiele und geben dir ein Vorgehen an die Hand, mit dem du die nächsten Schritte planst – ohne Buzzword-Nebel.

Digitalisierung

Prozesse

Daten

Effizienz

Automatisierung

Cloud

Transformation

Geschaeftsmodell

Kultur

Kundenerlebnis

Change

Impact

Warum Begriffe Geld verbrennen

Wir erleben das oft in Erstgesprächen: Da steht „digitale Transformation“ in der Projektmail, im Meeting klingt es nach „Wir müssen jetzt endlich modern werden“, und am Ende geht es dann doch „nur“ um ein neues Tool, ein paar automatisierte Freigaben und weniger Papier.


Das ist nicht schlimm – wenn es ehrlich benannt wird. Teuer wird es, wenn beides vermischt wird. Denn Digitalisierung und digitale Transformation haben unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Risiken und (ganz wichtig) unterschiedliche Erwartungen im Team.


Ein kurzer Realitätsscheck: In einer Befragung wird zitiert, dass 62 % der Unternehmen unter Digitalisierung vor allem das Scannen von Papierakten verstehen. Weissenberg Group Das zeigt, wie schnell wir im Alltag in eine Abkürzung rutschen: „Digital = papierlos“. Aber „papierlos“ ist höchstens ein Start.


Wenn du ein Digitalisierungsprojekt als Transformation verkaufst, passiert meist Folgendes: Du erwartest neue Umsätze oder einen Sprung in Kundenzufriedenheit – bekommst aber „nur“ effizientere Abläufe. Dann heißt es intern: „Hat sich nicht gelohnt.“ Umgekehrt ist es genauso gefährlich: Du planst „nur“ Prozessdigitalisierung, aber dein Markt bewegt sich gerade in Richtung Plattformen, neue Service-Modelle oder KI-gestützte Angebote. Dann optimierst du das Alte – während andere bereits am Neuen bauen.


Unsere Faustregel aus der Praxis: Erst klären, welches Problem du löst – dann erst das Tool wählen. Und dazu brauchst du Sprachklarheit. Denn Sprache ist hier nicht Kosmetik, sondern Steuerung: Sie entscheidet, ob du eine Roadmap, ein Change-Vorgehen und ein Budget auf das Richtige ausrichtest.

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Was Digitalisierung wirklich bedeutet

Digitalisierung ist für uns die Disziplin, bei der du Bestehendes in die digitale Welt überführst – und dadurch schneller, sauberer, messbarer machst.


Das kann ganz klein anfangen: Dokumente, die nicht mehr im Ordner verschwinden, sondern im DMS auffindbar sind. Rechnungen, die nicht mehr per Hand abgetippt werden. Ein Formular, das nicht mehr ausgedruckt und gefaxt wird (ja, das gibt es 2026 noch), sondern als Online-Prozess läuft.


In der Praxis hat Digitalisierung drei typische Ziele: weniger Reibung, weniger Fehler, weniger Zeitverlust. Und sie ist oft ein sehr vernünftiger Schritt, weil sie Kapazität freimacht. Bitkom berichtet, dass in Deutschland 2024 bereits 4 von 10 Unternehmen überwiegend papierlos arbeiten und 15 % sogar komplett auf Papier verzichten. Bitkom Research Das klingt nach Fortschritt – und ist es auch. Gleichzeitig zeigt es: Viele sind noch mitten im Umstellen, nicht am Ziel.


Wichtig ist aber: Bei Digitalisierung bleibt das Grundprinzip meist gleich. Du machst denselben Prozess – nur digital. Wenn du früher eine Anfrage per Telefon angenommen hast, nimmst du sie heute vielleicht über ein Ticket-System an. Wenn du früher mit Excel geplant hast, planst du heute in einer Cloud-Software. Der Nutzen ist real, der Aufwand ist überschaubar, und du kannst relativ schnell Ergebnisse sehen.


Unsere Methode für Digitalisierungsprojekte ist bewusst unspektakulär, aber wirksam. Wir nennen sie intern „Reibung zuerst“:


1) Wir suchen die Stellen, an denen Zeit und Nerven verschwinden (Übergaben, Doppelerfassung, Rückfragen).


2) Wir digitalisieren genau dort – nicht überall.


3) Wir messen nach dem Go-live zwei bis drei Kennzahlen (z. B. Durchlaufzeit, Fehlerquote, Bearbeitungsaufwand).


Das klingt simpel, ist aber der Unterschied zwischen „Wir haben Software eingeführt“ und „Wir haben spürbar entlastet“.


Digitalisierung ist damit oft der Boden, auf dem später mehr wachsen kann. Aber Boden ist noch kein Haus.

Was Transformation zusätzlich verändert

Digitale Transformation beginnt dort, wo du nicht mehr nur fragst: „Wie machen wir das schneller?“, sondern: „Warum machen wir es überhaupt so?“


Ein Satz, den wir in Projekten immer wieder aufschreiben, weil er so viel klärt: Digitalisierung optimiert den Ablauf. Transformation verändert die Logik dahinter.


Dazu passt ein oft zitiertes Verständnis aus der Forschung: Digitale Transformation ist ein radikales Umdenken darüber, wie ein Unternehmen Technologie, Menschen und Prozesse nutzt, um die Geschäftsleistung grundlegend zu verändern. Sherpany


Du erkennst Transformation selten an einer einzelnen Software. Du erkennst sie an Entscheidungen wie:

  • Du gehst von „Produkt verkaufen“ zu „Service anbieten“.
  • Du wechselst von „wir sind erreichbar“ zu „wir sind immer nutzbar“ (Self-Service, Plattformen, automatisierte Prozesse).
  • Du veränderst, wie Teams zusammenarbeiten und wie Entscheidungen fallen.

Das fühlt sich größer an – weil es größer ist. Und es hat Konsequenzen: Transformation braucht eine Richtung, die über „neue Tools“ hinausgeht. Sie braucht Kommunikation, Rollen, Lernzeit.


Wir sehen dabei eine wiederkehrende Falle: Viele Unternehmen starten Transformation wie ein IT-Projekt. Die Zahlen erklären, warum das oft schiefgeht. Gartner wird mit der Einschätzung zitiert, dass rund 80 % der Transformationen hinter den Erwartungen zurückbleiben. MI3 Das ist kein Grund, es zu lassen – aber ein Grund, es anders anzugehen.


Unsere zweite praxiserprobte Methode nennen wir „Wertversprechen rückwärts“. Wir starten nicht bei Systemen, sondern bei der Frage: Was soll für Kund:innen oder Mitarbeitende spürbar besser werden? Von dort gehen wir rückwärts in Prozesse, Daten, Architektur und schließlich in die Umsetzungsreihenfolge.


Wenn du Transformation so denkst, entsteht ein anderes Gespräch: weniger Tool-Diskussion, mehr Klarheit über Kundenerlebnis, Marke, Angebot – und darüber, welche digitale Basis du dafür wirklich brauchst.

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Digitalisierung macht effizienter, Transformation macht dich wieder relevant.

Unterschiede entlang wichtiger Dimensionen

Wenn wir die Begriffe auseinanderziehen, wird die Entscheidung plötzlich leichter. Nicht, weil es eine „bessere“ Option gibt – sondern weil beide unterschiedliche Fragen beantworten.


Umfang: Digitalisierung ist meist punktuell oder prozessbezogen. Transformation betrifft mehrere Bereiche gleichzeitig: Angebot, Kanäle, Zusammenarbeit, Daten.


Ziel: Digitalisierung zielt auf Effizienz, Transparenz, weniger Aufwand. Transformation zielt auf ein neues oder deutlich verbessertes Wertversprechen: neue Services, bessere Kundenerlebnisse, manchmal auch neue Einnahmequellen.


Zeithorizont: Digitalisierung kann in Wochen oder wenigen Monaten sichtbar wirken. Transformation ist eine Reise über Jahre, weil du nicht nur Software wechselst, sondern Routinen und Entscheidungen.


Investition: Bei Digitalisierung stecken die Kosten oft in Lizenzen, Implementierung und etwas Schulung. Bei Transformation investierst du zusätzlich in Menschen: Rollen, Skills, Führung, Kommunikation. Das ist kein „Soft-Thema“, sondern der Kern. Denn viele Initiativen scheitern nicht an Technik, sondern an Widerstand und fehlender Befähigung; BCG wird häufig mit einer Misserfolgsquote von rund 70 % zitiert. Templeton Recruitment


Risiko: Digitalisierung ist kontrollierbarer. Transformation ist riskanter, weil sie das Alte infrage stellt. Aber sie kann auch die größere Antwort sein, wenn sich Kundenerwartungen stark verschieben.


Ergebnisform: Ein guter Digitalisierungs-Erfolg ist ein Prozess, der spürbar leichter läuft. Ein guter Transformations-Erfolg ist eine Organisation, die schneller lernen kann.


Wir nutzen dafür gern ein Bild: Digitalisierung ist wie eine gut geplante Renovierung. Transformation ist eher der Moment, in dem du entscheidest, dass das Haus in einem anderen Viertel stehen muss – weil sich das Leben verändert hat.


Und noch ein Blick auf die Marktrealität: Weltweit wurden 2022 rund 1,85 Billionen US-Dollar für digitale Transformation ausgegeben. Statista Das zeigt, wie groß das Thema ist – aber es erklärt auch, warum Begriffsgenauigkeit so wertvoll ist. Wo viel investiert wird, ist viel Missverständnis möglich.

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So sieht der Unterschied aus

Begriffe bleiben abstrakt, bis du sie an echten Situationen festmachst. Deshalb erzählen wir drei Szenen, die wir so oder so ähnlich ständig sehen.

Szene 1: „Wir wollen papierlos werden“

Digitalisierung: Du führst ein Dokumentenmanagement ein, signierst digital, automatisierst Freigaben. Am Ende ist weniger Suche, weniger Ablage, weniger Postlaufzeit.


Transformation: Du gehst einen Schritt weiter und fragst: Warum braucht es überhaupt so viele Dokumente? Du baust Self-Service-Strecken, reduzierst Nachweise, modellierst Prozesse um Kundenergebnisse herum. Papierlos ist dann nicht Ziel, sondern Nebenprodukt.

Szene 2: „Wir brauchen eine App“

Digitalisierung: Du baust eine App als zusätzlichen Kanal für denselben Service. Das kann sinnvoll sein, wenn es echte Reibung löst (z. B. Terminbuchung, Status, Nachweise).


Transformation: Du nutzt die App als neuen Kern deines Angebots. Beispielhaft (branchenübergreifend) ist der Sprung von Videothek-Logik zu Streaming-Logik: Es wird nicht nur der Vertrieb digital, sondern das gesamte Modell. Frox

Szene 3: „Wir führen ein CRM ein“

Digitalisierung: Du dokumentierst Kontakte, standardisierst Follow-ups, automatisierst E-Mails. Das hilft sofort.


Transformation: Du veränderst, wie du Kundenbeziehungen führst. Plötzlich geht es um Customer Journeys, Produkt-Feedback-Schleifen, datenbasierte Services. Vertrieb, Service und Produkt reden nicht mehr über „Übergaben“, sondern über ein gemeinsames Erlebnis.


Was wir daran wichtig finden: Transformation entsteht nicht durch ein „großes Projekt“, sondern durch eine Kette von Entscheidungen, die zusammen ein neues Bild ergeben.


Und genau hier liegt ein frischer Blickwinkel, der in vielen Artikeln fehlt: Transformation ist nicht nur „mehr“. Sie ist oft auch weniger – weniger Komplexität, weniger Sonderfälle, weniger interne Ausnahmen. Wenn wir Prozesse wirklich neu denken, wird die Organisation häufig einfacher. Nicht sofort. Aber spürbar.

So entsteht eine klare Transformationsstrategie

Wenn du nach diesem Abschnitt nur einen Satz behältst, dann diesen: Transformation braucht Richtung, bevor sie Tempo braucht.


Wir nutzen dafür ein Format, das bewusst leichtgewichtig bleibt – weil Strategien sonst gern in Folien sterben. Unser Ansatz heißt „Nordstern und Nächster Schritt“.


1) Nordstern (Zielbild): Wir formulieren ein klares Bild davon, wie dein Angebot in 2–3 Jahren digital erlebbar sein soll. Nicht als Feature-Liste, sondern als Versprechen: Was kann ein Mensch dann schneller, sicherer, leichter? Welche Rolle spielt dabei deine Marke?


2) Realitätscheck (Ist): Wir schauen uns an, was heute bremst: Prozesse, Daten, Systeme, Entscheidungswege. Hier geht es nicht um Schuld, sondern um Wahrheit.


3) Prioritäten (Wert vor Vollständigkeit): Wir ordnen Initiativen nach Nutzen und Umsetzbarkeit. Viele Unternehmen verlieren sich, weil sie „alles“ modernisieren wollen. Wir reduzieren bewusst.


4) Roadmap mit Messpunkten: Statt „Launch in 12 Monaten“ definieren wir Zwischenmomente, an denen du lernst: Welche Kennzahl zeigt, dass es besser wird? Zum Beispiel Durchlaufzeit, Service-Quote, Conversion oder Support-Volumen.


Dieses Vorgehen ist auch eine Reaktion auf den Markt: Nur ein Teil der Unternehmen schafft es, eine integrierte Digitalstrategie wirklich mit konkreten Geschäftszielen zu verknüpfen. Templeton Recruitment


Wichtig: Eine Transformationsstrategie ist kein IT-Dokument. Sie ist eine Vereinbarung darüber, woran ihr glaubt und was ihr als Nächstes tun wollt.


Und wenn du Tools suchst, um das sauber zu steuern: Für eine transparente Roadmap nutzen viele Teams gern Jira oder Trello. Für KPI-Transparenz sind Power BI oder das schlanke Open-Source-Tool Metabase oft ein guter Einstieg – je nachdem, wie datenreif ihr schon seid.

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Warum Technik allein nicht reicht

Wenn Transformationsprojekte scheitern, wirkt es nach außen oft wie ein Technikproblem: „Das System wurde nicht angenommen“, „Die Migration hat gedauert“, „Die Daten waren chaotisch“.


Im Inneren ist es fast immer ein Menschenproblem – im besten Sinne. Es geht um Sicherheit, Routinen, Status, Klarheit.


BCG wird in Zusammenstellungen häufig mit der Zahl zitiert, dass rund 70 % der Transformationen scheitern – und dass Widerstand ein zentraler Grund ist. Templeton Recruitment Wir sehen das praktisch: Nicht weil Menschen „dagegen“ sind, sondern weil sie im Nebel laufen. Sie sollen Neues tun, ohne zu wissen, was das für ihren Alltag bedeutet.


Unsere wichtigste kulturelle Maßnahme ist deshalb erstaunlich handwerklich: Wir übersetzen Veränderung in Situationen. Nicht „wir führen System X ein“, sondern „ab März wird aus der E-Mail-Anfrage ein Vorgang, den du in zwei Klicks abschließen kannst – und du musst nichts mehr doppelt dokumentieren“.


Dabei helfen drei Prinzipien, die wir konsequent einsetzen:


1) Früh mit echten Screens arbeiten: Sobald Menschen etwas sehen und anfassen können (Prototyp, Klickdummy), sinkt Angst. Dafür nutzen wir gern Figma.


2) Lernen einplanen wie Entwicklung: Schulung ist kein „Extra“. Sie ist Teil der Lieferung.


3) Inklusion ernst nehmen: Transformation gelingt besser, wenn unterschiedliche Rollen mitreden können – auch die, die sonst selten gefragt werden. Und wenn die Ergebnisse zugänglich sind. Barrierefreiheit ist dabei nicht nur ein Standardthema, sondern Akzeptanz in Code gegossen.


Das ist übrigens ein Punkt, den viele Strategien übersehen: Wenn dein internes Tool oder dein Kundenportal nicht verständlich und zugänglich ist, hast du nicht „digital transformiert“, sondern neue Hürden gebaut.


Transformation ist damit auch ein Design-Thema. Nicht im Sinne von „schön“, sondern im Sinne von: klar, nutzbar, vertrauenswürdig.

Wie du Nutzen sauber begründest

Spätestens wenn Budget freigegeben werden soll, kommt die Frage, die jedes Projekt erdet: „Und was bringt uns das?“


Bei Digitalisierung ist die Antwort oft angenehm konkret: weniger Bearbeitungszeit, weniger Fehler, weniger Papier- und Versandkosten. Bei Transformation ist es komplexer, weil Nutzen sich nicht nur in Kosten, sondern auch in Relevanz ausdrückt.


Wir rechnen deshalb in zwei Schichten.

Schicht 1: Der messbare Alltag

Hier suchen wir Kennzahlen, die du innerhalb von 3–6 Monaten bewegen kannst: Durchlaufzeit, Support-Anfragen, Angebots-Erstellungszeit, Conversion, No-Show-Rate bei Terminen. Das sind die Werte, die Teams spüren – und die das Projekt schützt, wenn die erste Euphorie abklingt.

Schicht 2: Der strategische Effekt

Hier geht es um das, was später zählt: neue Umsätze, bessere Kundenerlebnisse, höhere Bindung, schnellere Produktentwicklung.


Deloitte berichtet in einer Studie, dass digital reifere Unternehmen rund drei Mal häufiger überdurchschnittliches Umsatzwachstum erreichen. Deloitte Das ist keine Garantie – aber ein starkes Argument, dass sich Reife auszahlt.


Wir ergänzen diese ROI-Logik um einen Punkt, den man selten offen ausspricht: Transformation ist auch Risikoreduktion. Wer seine Prozesse und Kanäle so baut, dass sie schnell anpassbar sind, ist resilienter gegenüber Marktänderungen, Lieferkettenproblemen oder regulatorischen Anforderungen.


Und noch ein Pola-Blickwinkel, der in klassischen ROI-Diskussionen fehlt: Qualität spart Energie. Ein sauber gebauter, performanter digitaler Prozess reduziert unnötige Datenübertragung, Wiederholungen und Support-Schleifen. Das ist wirtschaftlich sinnvoll – und oft auch ökologisch.


Wenn du ROI so denkst, wird die Frage nicht mehr „Kosten oder Nutzen?“, sondern „Welche Form von Nutzen wollen wir zuerst sichtbar machen – und welche bauen wir langfristig auf?“

Transformation braucht Richtung, sonst wird sie zur teuren Dauerbaustelle.

Purpose und Nachhaltigkeit mitdenken

Viele Texte zu digitaler Transformation enden bei Cloud, Daten, KI. Das ist verständlich – aber es bleibt etwas Wichtiges liegen: Wofür wird eigentlich transformiert?


Bei Pola arbeiten wir viel mit Organisationen, die Wirkung erzeugen wollen: gesellschaftlich, ökologisch, kulturell. Und genau dort wird der Unterschied zwischen Digitalisierung und Transformation noch klarer.


Digitalisierung kann beispielsweise Papier sparen. Das ist gut. Aber Transformation kann dafür sorgen, dass ein Angebot so gestaltet ist, dass Menschen es wirklich nutzen können – unabhängig von Einschränkungen, Geräten oder Kontext. Barrierefreiheit ist nicht nur ein Häkchen in der QA, sondern Teil eines fairen Zugangs.


Und nachhaltige digitale Produkte sind kein Widerspruch. Sie entstehen, wenn du bewusst entscheidest, was wirklich nötig ist: weniger Datenballast, klare Informationsarchitektur, optimierte Medien, saubere Performance. Das ist „Green Design“ nicht als Label, sondern als Haltung: Wir gestalten digital so, dass es wirkt – ohne unnötigen Verbrauch.


Hier kommt ein weiterer frischer Blickwinkel, den wir in Transformationsprogrammen oft vermissen: Marke ist Infrastruktur. Wenn du dein Wertversprechen transformierst, muss die Marke das tragen können – visuell, sprachlich, im UX-Verhalten. Sonst entsteht ein Bruch: innen modernisiert, außen verwirrend.


Deshalb verbinden wir in vielen Projekten Strategie, UX/UI und Entwicklung so, dass am Ende nicht nur ein neues System steht, sondern ein stimmiges Erlebnis.


Wenn du dafür einen Einstieg suchst, hilft manchmal ein einfacher Check: Welche drei Entscheidungen würden wir heute anders treffen, wenn wir unseren Purpose ernst nehmen – und digitale Mittel als Werkzeug dafür nutzen?


Diese Frage bringt Transformation aus dem Tool-Modus zurück in eine Richtung, die Sinn ergibt.

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Wohin sich Transformation bis 2028 bewegt

Wenn wir in die nächsten Jahre schauen, sehen wir weniger „die eine große Welle“ – und mehr eine neue Normalität: Digitale Veränderung wird zum Dauerzustand.


Ein Treiber bleibt KI, aber nicht als Show. Eher als leiser Umbau im Hintergrund: Assistenzfunktionen in Tools, automatische Zusammenfassungen, bessere Suche, intelligente Workflows. Gleichzeitig wächst das Ökosystem weiter. Statista verweist darauf, dass Cloud-Technologien 2023 in über 90 % der Organisationen genutzt werden. Statista Das heißt: Die Basis ist da – und der Wettbewerb verschiebt sich von „haben wir Cloud?“ zu „was machen wir damit sinnvoll?“


Wir erwarten bis 2028 vor allem drei Bewegungen:


Erstens werden Unternehmen stärker in Datenqualität und Datenräume investieren, weil ohne verlässliche Daten KI und Automatisierung schnell zu Frust führen. Zweitens wird Regulierung spürbarer, etwa durch europäische Regeln rund um KI und digitale Märkte. Das ist nicht nur Compliance, sondern auch ein Vertrauensthema: Wer transparent und fair gestaltet, hat einen Vorteil.


Drittens wird der Fachkräftemangel die Geschwindigkeit begrenzen. Eine Prognose spricht von einer möglichen globalen Lücke von 85 Millionen Fachkräften bis 2030. Templeton Recruitment Das bedeutet praktisch: Transformation ist auch Weiterbildung, nicht nur Recruiting.


Und noch eine Beobachtung aus unserer Arbeit: Die Gewinner:innen werden nicht die sein, die am lautesten „KI“ sagen. Sondern die, die Prozesse so gestalten, dass Menschen und Technik gut zusammenspielen – ruhig, klar, zugänglich.


Wenn du heute beginnst, Begriffe sauber zu verwenden und Richtung zu setzen, hast du 2028 nicht „ein Projekt abgeschlossen“, sondern eine Fähigkeit aufgebaut: dich weiterzuentwickeln, ohne jedes Mal neu zu stolpern.

Mythen, die dich ausbremsen

Wir möchten zum Schluss vier Denkfehler auflösen, die wir in Projekten immer wieder hören – oft gut gemeint, aber gefährlich.

„Wir führen Software ein, dann sind wir transformiert“

Eine Einführung kann ein wichtiger Schritt sein, aber Transformation meint den Wandel von Wertversprechen, Zusammenarbeit und Entscheidungslogik. Wenn nur das Tool neu ist, bleibt das Ergebnis oft hinter den Erwartungen.

„Transformation ist Aufgabe der IT“

IT ist Enablement – aber Richtung und Prioritäten sind Führungsaufgaben. Wenn Fachbereiche nicht mitgestalten, entstehen Systeme, die im Alltag „fremd“ bleiben.

„Transformation baut Jobs ab“

Automatisierung verändert Aufgaben, ja. Gleichzeitig steigt der Bedarf an digitalen Kompetenzen, und viele Organisationen kämpfen eher mit Engpässen als mit Überfluss. Die große Aufgabe ist Upskilling – nicht Angst.

„Irgendwann sind wir fertig“

Forbes zitiert, dass 21 % der Unternehmen glauben, ihre digitale Transformation bereits abgeschlossen zu haben. Forbes Aus unserer Sicht ist das ein Missverständnis: Du bist nicht „fertig“, du bist höchstens an einem stabilen Zwischenstand.


Wenn du diese Mythen hinter dir lässt, wird das Thema leichter. Weil du nicht mehr versuchst, ein riesiges Wort („Transformation“) mit einem kleinen Projekt zu erfüllen. Sondern weil du klar entscheiden kannst: Was digitalisieren wir jetzt, und wo wollen wir wirklich anders werden?

Häufige Fragen, klare Antworten

Offene Fragen zur Begriffsabgrenzung

Ist Digitalisierung ein Teil der digitalen Transformation – oder etwas anderes?

Woran erkenne ich, ob wir gerade nur optimieren oder wirklich verändern?

Kann ein KMU überhaupt „digitale Transformation“ machen, ohne sich zu übernehmen?

Was kostet digitale Transformation – und warum scheitert sie so oft?

Welche Rolle spielen UX und Design bei Transformation?

Welche Technologien sind 2026 besonders relevant – und welche eher Beiwerk?

Wie lange dauert eine Transformation realistisch?

Ein SVG-Icon, das einen stilisierten Pfeil darstellt, der nach rechts zeigt. Es besteht aus zwei Linien: eine geschwungene Linie von unten links nach oben rechts und eine gerade Linie, die vom unteren Punkt der Kurve nach rechts führt. Der Pfeil hat abgerundete Kanten und ist in einem dunklen Blau gezeichnet.
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