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12. Februar 2026
|
14 Min Lesedauer


Julian
Ein Website Relaunch ist selten „nur“ ein neues Layout. Meist ist es ein Eingriff in Marke, Inhalte, Technik, Prozesse – und in die Signale, die Google über Jahre gelernt hat.
Typische Auslöser sind: zu wenig Anfragen, ein überholtes CMS, schwache Performance oder eine Marke, die sich weiterentwickelt hat. Gleichzeitig liegen die größten Risiken in SEO-Verlusten durch URL-Änderungen, in übersehenem Content und in fehlender Abstimmung.
Wenn du sauber planst, bekommst du dafür etwas sehr Wertvolles zurück: mehr Klarheit, bessere Nutzerführung, höhere Conversion, messbare Performance – und eine Website, die langfristig leichter zu pflegen ist.
SEO Migration
UX
Content Audit
Performance
Accessibility
Redirects
Core Web Vitals
CMS Wechsel
Tracking
Green Web
Wenn wir mit Teams über einen Relaunch sprechen, hören wir oft zuerst: „Wir brauchen mal ein frisches Design.“ Und ja: Der erste Eindruck zählt. Aber ein Relaunch ist nicht der Moment, in dem du nur die Farben wechselst – sondern der Moment, in dem du das ganze Haus neu ordnest.
Definition, wie wir sie in Projekten nutzen: Ein Website Relaunch ist die umfassende Neuaufsetzung einer Website – meist mit Änderungen an Struktur, Inhalten, Design und Technik. Ein Redesign ist dagegen oft nur die visuelle Überarbeitung. Viele Ratgeber ziehen diese Linie genauso: Beim Relaunch findet eine „Neueinführung in sämtlichen Bereichen“ statt. Ramoser Webdesign
Der Unterschied ist praktisch relevant, weil er entscheidet, wieviel Risiko und wieviel Wirkung du dir ins Projekt holst. Ein reines Redesign kann behutsam sein. Ein Relaunch kann ein Neustart sein – und der kann großartig werden, wenn du weißt, was du tust.
Wir sehen Relaunches als Übersetzung: Du übersetzt dein heutiges Geschäft, deine Marke und dein Angebot in eine digitale Form, die Menschen sofort verstehen. Das betrifft Dinge wie Informationsarchitektur, Texte, Interaktionen, Formulare, Ladezeit, Tracking – und eben auch Google.
Dabei hilft eine einfache Leitfrage, die wir in fast jedem Projekt stellen (unsere Methode 1): „Was soll nach dem Relaunch für Nutzer leichter sein als vorher?“ Wenn du darauf keine klare Antwort hast, wird der Relaunch schnell zur Geschmacksdiskussion.
Und noch etwas, das gern unterschätzt wird: Die Website ist für viele Unternehmen der wichtigste Marketingkanal. 91 Prozent der Unternehmen sagen genau das. Digital Silk Wenn die Website so wichtig ist, dann ist ein Relaunch nicht Kosmetik – sondern eine strategische Entscheidung.
Es gibt einen Moment, den wir in Relaunch-Vorgesprächen fast immer erleben: Jemand im Team sagt „Die Seite funktioniert doch noch.“ Und jemand anderes sagt „Ja, aber sie arbeitet gegen uns.“ Genau zwischen diesen beiden Sätzen liegt die Wahrheit.
Ein Relaunch lohnt sich selten, weil etwas „alt“ ist. Er lohnt sich, wenn Kosten, Risiken oder verpasste Chancen größer werden als die Investition.
Ein starkes Signal ist Conversion: Viele Relaunches starten, weil die Website zu wenig abschließt. In einer Erhebung gaben 80,8 Prozent an, dass eine zu niedrige Conversion-Rate der Auslöser war. Sixth City Marketing In der Praxis zeigt sich das als: Traffic ist da, aber Anfragen bleiben aus. Oder es kommen Anfragen, aber die falschen.
Ein zweites Signal ist Geduld. Wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt, verlassen rund 40 Prozent der Besucher sie wieder. Sixth City Marketing Das ist kein „Performance-Thema“, das ist ein Vertrauens- und Beziehungsthema. Niemand wartet gern.
Und dann gibt es die stillen Signale: Redaktionsarbeit dauert ewig, weil das CMS sperrig ist. Tracking ist unzuverlässig. Die Seite ist nicht barrierefrei, obwohl seit 2025 viele Branchen durch den European Accessibility Act deutlich stärker in der Pflicht stehen (auch wenn Details je nach Angebot und Zielgruppe variieren).
Hier kommt unsere Methode 2, die in vielen Projekten erstaunlich gut funktioniert: „Erhalte, was wirkt – erneuere, was bremst.“ Das klingt banal, ist aber ein echtes Gegenmittel gegen Aktionismus.
Wir schauen mit dir auf drei Dinge: Was bringt nachweislich Leads oder Vertrauen (z. B. Seiten, die über Jahre organisch tragen)? Was verursacht laufend Reibung (z. B. Ladezeit, Pflege, Absprungraten)? Und was passt nicht mehr zu deiner Marke (z. B. Tonalität, Bilder, Positionierung)? Daraus entsteht oft ein klarer Plan: Manchmal ist es ein Relaunch. Manchmal ist es ein fokussiertes Redesign plus technische Sanierung.
Wichtig ist: Ein Relaunch ist kein Pflichtprogramm alle zwei Jahre – aber viele Unternehmen überarbeiten ihre Websites in 2–3-Jahres-Zyklen. Walker Sands Wenn du deutlich länger wartest, wird es meist nicht billiger, sondern unübersichtlicher.


Design ist sichtbar – aber die Gründe, warum Relaunches kippen, sind meist unsichtbar: unklare Ziele, fehlende Daten, zu viele Meinungen, zu wenig Verantwortung.
Bevor wir in die Umsetzung gehen, brauchen wir deshalb ein gemeinsames Bild davon, was „gut“ überhaupt bedeutet. Und zwar so, dass du es nach dem Launch prüfen kannst.
Wir arbeiten gern mit einer kleinen Auswahl an KPIs, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben. Nicht, weil Zahlen alles sind – sondern weil sie Diskussionen entkrampfen.
Erstens: Business-Wirkung. Das können Anfragen, Demo-Buchungen, Newsletter-Opt-ins oder Verkäufe sein. Viele Teams starten Relaunches aus Conversion-Gründen; das ist messbar und legitim. Sixth City Marketing
Zweitens: Sichtbarkeit. Welche Seiten bringen heute organischen Traffic? Welche Suchanfragen sind wertvoll? Dafür ist die Google Search Console Gold wert.
Drittens: Erlebnis. Wir meinen damit nicht „Gefällt es uns“, sondern: Finden Menschen schneller, was sie suchen? Haben sie weniger Abbrüche? Bleiben sie länger? Hier helfen auch qualitative Signale: Support-Tickets, Feedback aus Vertriebsgesprächen oder kleine Nutzer-Tests.
Viertens: Vertrauen. 75 Prozent der Nutzer beurteilen die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens anhand des Webdesigns. Sixth City Marketing Vertrauen spiegelt sich z. B. in Kontaktquoten, in wiederkehrenden Besuchen, in der Bereitschaft, Daten zu teilen.
Damit du nicht nur hoffst, dass es besser wird, nutzen wir in Relaunches eine einfache Routine (Methode 3): Wir machen vor Projektstart eine Baseline. Ladezeiten, Top-Landingpages, Conversions, Sichtbarkeit, häufige Suchanfragen, technische Fehler. Nach dem Relaunch messen wir an denselben Punkten erneut – nach 1 Woche (Fehler finden), nach 4 Wochen (Stabilität), nach 12 Wochen (Trend).
Das nimmt Druck aus dem Launch-Tag. Und es sorgt dafür, dass du den Relaunch nicht als einmaliges Ereignis erlebst, sondern als Startpunkt für kontrollierte Verbesserung – genau da entsteht langfristig Wirkung.
Lass uns kurz klären, ob du Relaunch oder Update brauchst.
Ein Relaunch fühlt sich oft wie ein Sprung an: Heute alt, morgen neu. In der Praxis ist es eher eine Folge von Entscheidungen, die du in eine Reihenfolge bringen musst.
Wir strukturieren Relaunches gern in fünf Phasen. Nicht als starres Prozessposter, sondern als Orientierung, damit nichts Wichtiges „zwischen Design und Launch“ verschwindet.
Du willst zuerst wissen, was du überhaupt hast: Welche Seiten existieren, welche funktionieren, welche sind Ballast? Hier helfen Google Search Console und GA4 plus ein Crawl mit Screaming Frog. Aus dieser Inventur entsteht auch die Liste aller alten URLs – später die Grundlage für Redirects.
Jetzt ordnest du das Angebot so, dass Menschen es verstehen. Wir achten hier stark auf Klarheit: wenige Ebenen, sprechende URLs, sinnvolle Einstiegspunkte. Und wir bringen ein Pola-Thema hinein, das viele Guides auslassen: Zugang für alle. Barrierefreiheit ist keine spätere Veredelung, sie beeinflusst Struktur, Komponenten und Texte von Anfang an.
Design ist nicht Deko, sondern ein Versprechen: „Hier bist du richtig, hier kommst du ans Ziel.“ Der erste Eindruck entsteht extrem schnell – in Studien werden 50 Millisekunden genannt. Website Optimization Genau deshalb verbinden wir Design immer mit Content und Interaktion: Was soll jemand als Nächstes tun? Was braucht er, um Ja zu sagen?
Jetzt wird es technisch. CMS, Komponenten, Templates, Performance. Und parallel: Inhalte. Das ist oft der Engpass. Wenn Texte, Bilder, Downloads, Metadaten und interne Links nicht rechtzeitig bereit sind, bricht dir der Zeitplan.
Der Launch ist nicht der Schlussstrich. Wir planen immer eine Nachlaufphase ein, in der wir Fehler beheben, SEO-Signale prüfen, Tracking verifizieren und auf Nutzerreaktionen reagieren. Genau hier entscheidet sich, ob der Relaunch nicht nur „online“, sondern auch wirksam ist.
Wenn du das als Roadmap nimmst, wirkt ein Relaunch plötzlich weniger wie ein Risiko – und mehr wie ein Projekt, das du steuern kannst.


Die SEO-Angst ist real. Nicht, weil Google „Relaunches bestraft“, sondern weil ein Relaunch viele Dinge verändert, die Google über Jahre als stabil gelernt hat: URLs, interne Links, Content-Schwerpunkte, technische Signale.
Wenn du im Relaunch neue URLs einführst und alte verschwinden lässt, ist das für Google erst einmal ein Verlust. Ohne klare Umzugslogik entstehen 404-Seiten, Signale laufen ins Leere, Backlinks verlieren ihre Wirkung. Das passiert schneller, als man denkt.
Ein prominentes Beispiel ist Frankfurt.de: Trotz langer Planung verlor die Seite nach dem Relaunch 2020 rund 50 Prozent Sichtbarkeit. factor.partners Unser Punkt daran ist nicht Häme, sondern Demut: Wenn so ein Projekt stolpern kann, kann jedes stolpern.
Google bewertet Seiten URL für URL. Jede URL sammelt Signale: Relevanz, Verlinkungen, Nutzersignale. Wenn du alles neu benennst, zwingst du Google, neu zu lernen.
Und selbst wenn du alles richtig machst, kann es kurzfristig wackeln, weil eine neue Struktur erst neu gecrawlt und eingeordnet wird. Das ist normal. Gefährlich ist, wenn das Wackeln kein Ende nimmt.
In der Praxis sehen wir die härteste SEO-Falle nicht in Server-Configs, sondern im Content: Beim Relaunch wird „aufgeräumt“ – und plötzlich fehlen genau die Seiten, die organisch getragen haben. Oder es werden Texte so stark vereinfacht, dass sie zwar hübsch aussehen, aber nicht mehr beantworten, was Menschen gesucht haben.
Unsere Gegenmaßnahme ist simpel, aber wirksam: Wir behandeln SEO nicht als Checkliste am Ende, sondern als Inventar am Anfang. Welche Seiten bringen Traffic? Welche Suchanfragen bringen die richtigen Menschen? Wenn du das weißt, kannst du bewusst entscheiden, was bleibt, was zusammengelegt wird und was eine neue, bessere Seite bekommt.
Und ja: Ein Relaunch kann auch positiv wirken. Der Domain-Umzug von real.de zu kaufland.de wurde sauber umgesetzt und führte zu Wachstum von über 20 Prozent. factor.partners Das zeigt: SEO ist kein Schicksal. Es ist Handwerk.
Wenn du beim Relaunch nur eine Sache „technisch“ ernst nimmst, dann diese: Umzüge müssen nachvollziehbar sein. Für Menschen – und für Suchmaschinen.
Wir nutzen dafür eine Praxis, die wir intern gern „URL-Buchhaltung“ nennen. Nicht, weil wir Zahlen lieben, sondern weil sie Chaos verhindert.
1) Alles crawlen, was existiert. Mit Screaming Frog exportierst du alle alten URLs, inklusive Statuscodes und Metadaten.
2) Jede wichtige URL bekommt ein Ziel. Das ist das Redirect-Mapping. Alte Leistungsseite auf neue Leistungsseite, alter Blogartikel auf neuen Artikel oder eine thematisch passende Übersichtsseite. Wir vermeiden dabei „Alles auf die Startseite“, weil das für Nutzer und Google selten sinnvoll ist.
3) 301-Weiterleitungen serverseitig umsetzen und testen. Ohne 301s kann der Schaden brutal sein: Ein dokumentierter Fall zeigt 66 Prozent Sichtbarkeitsverlust und 37.000 Euro Umsatzverlust pro Woche, ausgelöst durch fehlende Redirects. SageMedia
4) Nach Launch eng monitoren. In Google Search Console checken wir Indexierung, Crawling-Fehler und Sitemaps. In Analytics prüfen wir, ob Conversions und Events sauber feuern. Und wir halten die wichtigsten Keywords im Blick – nicht stündlich, aber regelmäßig.
SEO-Migration betrifft nicht nur Google. Ein Relaunch zerreißt auch Links aus Ads, Newslettern, PDFs, Social-Profilen und Partnerseiten. Wir legen deshalb parallel eine kurze „Linkpflege“-Liste an: die 20 wichtigsten externen Stellen, die nach dem Go-live aktualisiert werden müssen.
Wir planen Relaunches gern so, dass du nicht mitten im größten Kampagnenfenster live gehst. Ein „Soft Launch“ in einer ruhigeren Woche gibt dir Luft, um unerwartete Effekte abzufangen.
Wenn du diese vier Schritte konsequent machst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dein Relaunch nicht als SEO-Schock endet, sondern als sauberer Übergang. Und genau darum geht es: keine Magie – nur Sorgfalt.


Hol dir einen klaren Redirect Plan vor dem Go-live.
Wenn wir bei Pola über Performance sprechen, meinen wir nicht nur „bessere Scores“. Wir meinen: weniger Frust, weniger Absprünge – und weniger digitale Verschwendung.
Eine Zahl, die wir gern als Realitätscheck nutzen: Im Schnitt werden für einen Seitenaufruf etwa 6,8 Gramm CO₂ genannt. analytik.news Ob der Wert im Einzelfall höher oder niedriger ist, hängt stark von Datengewicht, Endgerät und Hosting ab. Aber die Richtung ist klar: Schwerere Seiten kosten Energie.
Im Alltag wächst eine Website oft unbemerkt: neue Tracking-Skripte, größere Bilder, zusätzliche Fonts, eingebettete Videos. Jeder kleine Wunsch wirkt harmlos. Zusammen wird es schwer.
Beim Relaunch hast du die seltene Gelegenheit, bewusst zu reduzieren. Unser Ansatz ist dabei sehr konkret:
Und: Wir sprechen über Hosting. Wenn du ohnehin umziehst, ist es oft ein guter Moment, auf ein Ökostrom- oder Green-Hosting-Modell zu wechseln. Das ist nicht die einzige Stellschraube – aber eine, die leicht zu tun ist, wenn sowieso umgebaut wird.
Für Teams ist es hilfreich, Performance greifbar zu machen. Dafür eignen sich die Core Web Vitals und Tools wie PageSpeed Insights oder Lighthouse. Der Effekt ist nicht nur „SEO“. Er ist menschlich: Wenn eine Seite spürbar schneller reagiert, wird sie als verlässlicher wahrgenommen.
Und genau hier steckt ein frischer Blickwinkel, den wir selten in Relaunch-Checklisten sehen: Performance ist auch Haltung. Du entscheidest, ob deine Website Aufmerksamkeit respektiert – und ob sie Ressourcen achtet.


Barrierefreiheit wird oft als Zusatzaufgabe behandelt: „Das machen wir später.“ Unsere Erfahrung ist: Später wird es teurer – und schlechter.
Seit 2025 ist Barrierefreiheit in Europa deutlich stärker im Fokus, weil der European Accessibility Act in vielen Bereichen von „nice“ zu „notwendig“ gewechselt hat. Selbst wenn nicht jedes Unternehmen unmittelbar verpflichtet ist, ist die Erwartung spürbar gestiegen: Nutzer vergleichen. Und viele Menschen waren schon immer da – sie wurden nur zu oft ausgeschlossen.
Beim Relaunch entstehen neue Komponenten: Buttons, Formulare, Navigation, Karten, Akkordeons, Cookie-Banner. Genau diese Bausteine entscheiden, ob eine Seite mit Tastatur bedienbar ist, ob Screenreader Sinn daraus machen, ob Kontraste stimmen.
Wenn du das erst nach dem Design nachrüstest, musst du Grundlagen umbauen. Wenn du es von Anfang an planst, wird es Teil deines Systems.
Wir bauen Accessibility gern in Regeln ein, nicht in einzelne „Fixes“. Das heißt konkret:
1) Kontrast und Typografie werden früh festgelegt, damit später nicht jede Seite neu diskutiert wird.
2) Komponenten bekommen klare Zustände (Fokus, Hover, Fehler, Disabled), damit Formulare nicht zur Stolperfalle werden.
3) Wir testen früh und simpel: mit Tastatur, mit einem Screenreader-Spotcheck, mit Tools wie axe DevTools oder WAVE. Diese Tools ersetzen keinen vollständigen Audit, aber sie verhindern die typischen Anfängerfehler.
Barrierefreiheit ist für uns kein „Compliance-Block“, sondern eine Frage von Respekt. Und sie passt erstaunlich gut zu Conversion: Eine klare, verständliche Oberfläche hilft allen – nicht nur Menschen mit Einschränkungen.
Wenn du einen Relaunch planst, ist das die Chance, den Satz „Zugang für alle“ nicht nur zu sagen, sondern in Navigation, Inhalte und Interaktionen zu übersetzen.
Der unterschätzteste Teil eines Relaunches ist selten das Design – es ist die Frage: Was behalten wir, was löschen wir, was schreiben wir neu?
Wir haben schon Relaunches gesehen, die technisch sauber waren, aber trotzdem nicht performt haben. Nicht weil Google böse war, sondern weil der neue Content plötzlich keine klare Antwort mehr gegeben hat.
Viele Teams haben im Laufe der Jahre „angesammelt“: alte Landingpages, doppelte Leistungsseiten, News-Beiträge, PDFs. Der Reflex beim Relaunch ist dann: alles weg, neu anfangen.
Unsere Erfahrung: Das ist riskant. Google belohnt oft genau die Inhalte, die über Zeit Vertrauen aufgebaut haben. Wenn du diese Seiten entfernst, entfernst du auch ihre Signale.
Damit Content-Entscheidungen nicht in Diskussionen versinken, nutzen wir eine einfache Einteilung:
1) Träger: Seiten, die nachweislich Traffic, Anfragen oder Vertrauen bringen. Diese werden priorisiert migriert und verbessert.
2) Irreführer: Seiten, die falsche Erwartungen wecken oder unklar sind. Diese werden neu gedacht.
3) Ballast: Inhalte ohne Zweck oder mit veraltetem Angebot. Diese dürfen gehen – aber nicht spurlos. Sie brauchen eine saubere Weiterleitung oder eine bewusste „Abschied“-Strategie.
Du kannst diese Klassen mit Daten unterfüttern: In Google Search Console siehst du, welche URLs für welche Suchanfragen sichtbar sind. In GA4 erkennst du, welche Seiten in Journeys vorkommen, die zu Conversions führen.
Hier kommt ein Blickwinkel, den wir als Branding- und Produktteam besonders wichtig finden: Struktur ist Sprache. Wenn deine Website nur eine Liste von Menüpunkten ist, fehlt der rote Faden. Wenn sie dagegen eine klare Dramaturgie hat, wird sie zur digitalen Markenführung.
Ein Relaunch ist deshalb oft der Moment, in dem du dich entscheidest: Willst du nur Informationen ablegen – oder willst du Menschen führen? Für Purpose Brands ist das besonders spürbar: Werte müssen nicht in einem Absatz stehen, sie müssen in Entscheidungen sichtbar sein. Zum Beispiel darin, wie transparent du über Wirkung sprichst, wie klar du Angebote erklärst, wie wenig Ablenkung du zulässt.
Das ist der Punkt, an dem ein Relaunch wirklich „neu“ wird: nicht nur neue Seiten, sondern neue Verständlichkeit.


Der Launch-Tag ist emotional. Wochenlang ist alles „fast fertig“, und plötzlich ist es öffentlich. Genau dann passieren die Fehler, die man später am liebsten ungeschehen machen würde: ein Formular, das nicht sendet. Ein Tracking, das nichts zählt. Eine robots.txt, die aus Versehen alles blockiert.
Damit das nicht passiert, behandeln wir den Launch wie eine kleine, bewusst geplante Übergabe – nicht wie einen Moment, in dem man einfach auf „Publish“ drückt.
Wir halten Testing gern schlank, aber konsequent. Ein guter Plan muss nicht 80 Seiten haben. Er muss die wenigen Dinge abdecken, die dein Geschäft tragen:
1) Kritische Journeys testen (Kontakt, Kauf, Buchung, Newsletter) in mindestens zwei Browsern und auf dem Handy.
2) Tracking verifizieren: Stimmen Events in GA4? Kommen Conversions an? Sind Consent-Einstellungen korrekt? Hier hilft oft ein schneller Check mit dem Browser-Debugger oder dem Tag Assistant.
3) SEO-Checks nach Go-live: Crawl, 301-Ketten, 404, Canonicals, Sitemap-Einreichung in Search Console.
4) Performance-Spotcheck mit PageSpeed Insights auf den wichtigsten Seitentypen.
Wir planen nach dem Relaunch immer eine Stabilisierungsphase ein. Warum? Weil Rankings schwanken können, weil Nutzer Dinge tun, die kein Team vorhergesehen hat, und weil echte Nutzung anders ist als Staging.
Diese Haltung ist in vielen Guides unterrepräsentiert: Ein Relaunch ist nicht „fertig“, wenn er online ist. Er ist fertig, wenn er stabil ist.
Und wenn du dir ein bisschen Druck nehmen willst: Perfektion ist kein sinnvoller Launch-Anspruch. Wichtig ist, dass die Grundpfeiler sitzen. Alles andere wird besser, wenn du es misst, beobachtest und iterierst.
Genau so wird aus einem Relaunch kein Kraftakt, der alle zwei Jahre weh tut – sondern ein Schritt in Richtung einer Website, die leben darf und mit dir mitwächst.
Wenn du willst, skizzieren wir dir die nächsten Schritte.
Häufige Fragen zu Kosten, Dauer, SEO, CMS, Risiken und Rollen im Team – kurz und ehrlich beantwortet.
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