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11. Februar 2026
|
12 Min Lesedauer


Anna
Gutes Webdesign ist selten Magie – es ist die Summe aus Klarheit, Orientierung und sauberen Entscheidungen.
Wir sehen oft: Websites scheitern nicht am „Look“, sondern daran, dass Nutzer sich nicht sicher fühlen oder nicht schnell genug ans Ziel kommen.
Die fünf goldenen Regeln helfen dir, Prioritäten zu setzen – statt dich in Trends, Features und Meinungen zu verlieren.
Du bekommst praxisnahe Leitplanken für Navigation, Klarheit, Mobile First, Konsistenz und Performance inklusive Barrierefreiheit.
Und du siehst, warum „schlank“ nicht nur schneller ist, sondern auch verantwortungsvoller wirkt.
Klarheit
Orientierung
Mobile First
Konsistenz
Performance
Accessibility
Nachhaltigkeit
Vertrauen
Conversion
Standards
Wir erleben es in fast jedem Relaunch: Am Anfang steht kein Mangel an Ideen – sondern ein Zuviel. Zu viele Wünsche, zu viele Features, zu viele Meinungen im Raum. Und irgendwo dazwischen ein Nutzer, der eigentlich nur eine Sache will: schnell verstehen, ob er hier richtig ist – und wie er weiterkommt.
Der harte Teil ist: Nutzer geben dir dafür nicht viel Zeit. Für einen ersten Eindruck reichen winzige Momente – rund 50 Millisekunden. CXL Das ist kürzer als jeder bewusste Gedanke. In dieser Zeit entscheidet sich nicht „gefällt mir“ im Sinne von Geschmack, sondern „fühlt sich sicher an“. Und wenn dieses Gefühl fehlt, wird alles, was danach kommt, anstrengend.
Regeln sind deshalb nicht kreativitätsfeindlich. Im Gegenteil: Sie schaffen einen Rahmen, in dem Gestaltung wirken kann. Wenn du weißt, welche fünf Dinge eine Website stabil tragen, musst du nicht an zehn Stellen gleichzeitig optimieren. Du kannst gezielt bauen.
Unsere Perspektive bei Pola ist dabei immer doppelt: Wir gestalten für Menschen – und wir gestalten verantwortungsvoll. Darum tauchen in diesen Regeln auch Themen auf, die viele Guides auslassen: Barrierefreiheit und digitale Nachhaltigkeit. Nicht als moralischer Zeigefinger, sondern als Qualitätsmerkmal. Denn eine Website, die leicht, klar und zugänglich ist, fühlt sich nicht nur besser an. Sie kostet auch weniger Energie, weniger Nerven und langfristig weniger Geld.
Und noch ein Gedanke aus der Praxis: Schlechte UX ist teuer, weil sie selten sofort auffällt. Du merkst sie in Absprungraten, in wenigen Anfragen, in „Ich hab’s nicht gefunden“-Mails. Laut einer häufig zitierten Kennzahl kehren 88 % der Nutzer nach einer schlechten Erfahrung wahrscheinlich nicht zurück. Discover Digital Regeln helfen dir, diese Folgekosten zu vermeiden – bevor sie entstehen.


Wenn wir eine Website zum ersten Mal öffnen, passiert im Kopf etwas sehr Menschliches: Wir suchen nach einem Anker. „Wo bin ich?“ „Was gibt’s hier?“ „Wie komme ich dahin?“ Genau deshalb ist Navigation nicht nur ein Baustein – sie ist ein Versprechen. Eine Seite, die dich führt, sagt: Wir haben dich verstanden.
In der Praxis beginnt das bei der Informationsarchitektur: Welche Themen sind wirklich Hauptthemen – und welche sind Details? Wir sehen häufig Menüs, die intern „organisiert“ sind, aber nicht nutzerorientiert. Dann heißen Punkte wie die Abteilungen im Organigramm, nicht wie die Fragen im Kopf deiner Besucher.
Unsere praxiserprobte Methode dafür nennen wir intern Wegweiser-Test. Bevor wir Pixel gestalten, prüfen wir drei Dinge – ganz simpel, aber erstaunlich entlarvend:
1) Kann eine Person in 10 Sekunden sagen, was hier angeboten wird?
2) Findet sie in unter 30 Sekunden den Weg zu Preis, Kontakt oder nächstem Schritt?
3) Weiß sie jederzeit, wo sie gerade ist (z. B. durch klare Seitentitel, aktive Menüpunkte, Breadcrumbs)?
Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem viele Websites leise scheitern.
Wichtig ist auch, alte Mythen loszulassen. Die „3-Klick-Regel“ wird gern zitiert, ist aber in der UX-Praxis nicht die Wahrheit. Nutzer machen mehr Klicks, wenn sie dabei das Gefühl haben, auf dem richtigen Weg zu sein. LinkedIn Orientierung schlägt Klickanzahl.
Und weil Navigation messbar ist, lohnt sich der Blick auf Wirkung: Ein Navigation-Redesign hat in einer CRO-Fallstudie zu einer Verdreifachung der Conversions geführt. (un)Common Logic Das ist nicht „nur Design“ – das ist ein sauberer Weg.
Wenn du nur eine Sache aus Regel 1 mitnimmst, dann diese: Die beste Navigation fühlt sich wie Hilfe an, nicht wie Struktur.


Klarheit klingt nach Verzicht. In Wirklichkeit ist sie ein Geschenk: an den Nutzer – und an deine Marke. Denn Klarheit bedeutet nicht „langweilig“. Klarheit bedeutet: Der Kern wird sichtbar, ohne dass du ihn erklären musst.
Ein wichtiger Grund dafür ist das Leseverhalten. Die meisten Menschen lesen Websites nicht wie ein Buch. Sie scannen. In einer oft zitierten Zahl überfliegen rund 79 % Inhalte, statt sie Wort für Wort zu lesen. Webfirm Wenn deine Seite wie ein Plakat funktioniert – mit Hierarchie, Luft und klaren Aussagen – dann holst du diese Scanner ab, ohne sie zu verlieren.
In unseren Projekten merken wir: Klarheit entsteht, wenn Design und Text gemeinsam arbeiten. Wenn alles gleich laut ist, wird nichts gehört. Wenn fünf Farben um Aufmerksamkeit kämpfen, verliert die wichtigste Handlung. Wenn der erste Absatz erklärt, statt zu sagen, warum es relevant ist, scrollt der Nutzer weiter.
Unsere zweite Methode aus der Praxis nennen wir Dreiklang oben. Wir gestalten den Einstieg einer Seite so, dass er drei Fragen beantwortet – ohne Nebel:
1) Was ist das Angebot?
2) Für wen ist es?
3) Was ist der nächste, einfache Schritt?
Dieser Dreiklang sorgt dafür, dass du den ersten Eindruck nicht verschenkst. Und er schützt dich vor dem typischen Fehler, Kreativität als Komplexität zu missverstehen.
Wichtig: Effekte sind nicht verboten. Mikro-Interaktionen, Animationen oder starke Bildwelten können großartig sein. Aber sie müssen dem Verständnis dienen. Sobald ein Effekt das Lesen schwerer macht, die Orientierung stört oder die Ladezeit aufbläht, ist er kein Stilmittel mehr – sondern eine Hürde.
Wenn du testen willst, ob deine Seite klar ist, probier einen kleinen Selbstcheck: Schick den Link an eine Person, die dein Angebot nicht kennt. Frag nur: „Was glaubst du, was hier passiert – und was würdest du als Nächstes klicken?“ Die Antwort ist oft ehrlicher als jede interne Diskussion.
Willst du Klarheit und Navigation einmal neutral prüfen lassen?
Mobile First ist keine Designmode. Es ist eine Realität, die dein Nutzerverhalten längst entschieden hat. Im zweiten Quartal 2025 kamen rund 62,5 % des weltweiten Website-Traffics über Smartphones. Statista 2026 bedeutet das: Wenn deine mobile Version nur „mitläuft“, läuft dir ein Großteil deiner Besucher davon.
Aber Mobile First heißt nicht, alles klein zu machen. Es heißt, ehrlich zu priorisieren. Auf dem Smartphone gibt es keinen Platz für „auch noch“. Da bleibt nur das, was wirklich zählt.
Wir sehen oft zwei typische Mobile-Probleme: Erstens werden Desktop-Inhalte einfach untereinander gestapelt, ohne dass sich die Dramaturgie ändert. Zweitens werden wichtige Aktionen so platziert, dass sie mit dem Daumen unbequem sind oder erst nach langem Scrollen kommen.
Mobile First ist deshalb vor allem eine Frage der Nutzerführung. Das beginnt bei der Navigation (kurze Begriffe, klare Ebenen) und geht bis zu Formularen. Ein Kontaktformular, das am Desktop „okay“ ist, kann mobil zur Abbruchmaschine werden, wenn Felder zu klein sind, Labels verschwinden oder Fehlermeldungen unverständlich bleiben.
Und dann ist da die Geduld. Mobile Nutzer warten weniger. Google hat das schon vor Jahren greifbar gemacht: 53 % der mobilen Besuche werden abgebrochen, wenn eine Seite länger als 3 Sekunden lädt. Marketing Dive Mobile First ist also immer auch Performance First.
Wenn du pragmatisch starten willst, nimm deine drei wichtigsten Seiten (oft: Start, Angebot, Kontakt) und mach einen echten Handy-Test: Öffne sie unterwegs mit schlechterem Netz. Wenn du dich selbst dabei ertappst, ungeduldig zu werden, ist das kein persönlicher Makel – sondern ein Signal.
Für uns ist Mobile First am Ende eine Haltung: Wir bauen zuerst den klaren, schnellen Kern. Und erweitern dann für Desktop. Das wirkt nicht nur moderner. Es fühlt sich respektvoll an.


Konsistenz ist das, was eine Website „wie aus einem Guss“ wirken lässt. Und dieses Gefühl ist mehr als Ästhetik. Es ist Vertrauen.
Viele Menschen bewerten Glaubwürdigkeit im Netz stark über den visuellen Eindruck. Das ist nicht oberflächlich, sondern ein Schutzmechanismus: Wir entscheiden in Sekunden, ob etwas seriös wirkt. Eine oft zitierte Erkenntnis aus dem Stanford Web Credibility Project beschreibt genau das: Design ist einer der zentralen Treiber, wie glaubwürdig eine Seite wahrgenommen wird. Stanford Web Credibility Project
Was heißt Konsistenz konkret? Nicht „alles gleich“. Sondern: wiederkehrende Muster, die deinem Nutzer Arbeit abnehmen. Wenn Buttons immer gleich aussehen, musst du nicht jedes Mal neu lernen. Wenn Überschriften immer gleich funktionieren, kannst du scannen. Wenn Sprache und Ton über alle Seiten hinweg zusammenpassen, wirkt die Marke klar.
In der Praxis setzen wir dafür fast immer auf ein leichtgewichtiges Designsystem: Typografie, Abstände, Komponenten, Farben, Zustände (Hover, Fokus, Fehlermeldungen). Das klingt nach großer Organisation, hilft aber gerade kleineren Teams. Denn Inkonsistenz passiert oft nicht aus Unfähigkeit, sondern aus Alltag: „Nur schnell noch eine Seite“, „nur schnell noch ein Formular“, „nur schnell noch ein anderer Button“. Und plötzlich hast du drei Varianten derselben Sache.
Hier kommt ein Pola-Punkt, der in vielen Webdesign-Regeln fehlt: ethisches Design. Konsistenz bedeutet auch, keine Tricks einzubauen. Keine irreführenden Buttons, keine versteckten Kosten, keine manipulativen Pop-ups. Kurz: keine Dark Patterns. Das ist nicht nur fair. Es zahlt auch auf langfristige Beziehungen ein.
Ein einfacher Indikator: Wenn du eine Seite öffnest und denkst „Das fühlt sich an wie ein anderes Produkt“, dann ist das ein Bruch. Und Brüche sind im Web selten neutral. Sie lösen Fragen aus – und Fragen sind der Anfang von Zweifel.
Konsistenz ist deshalb nicht der kreative Gegner. Sie ist die Bühne, auf der deine Inhalte überhaupt erst wirken dürfen.
Viele Checklisten nennen „Performance“ als letzten Punkt – als wäre es Technik-Kleingedrucktes. Wir sehen es anders: Geschwindigkeit, Schlankheit und Inklusion sind ein gemeinsames Qualitätsversprechen.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Ladezeit. Wenn eine mobile Seite länger als 3 Sekunden braucht, brechen 53 % der Nutzer ab. Marketing Dive Und selbst kleine Verzögerungen können Conversions drücken: Eine oft zitierte Zahl spricht von rund 7 % weniger Conversions pro zusätzlicher Sekunde. Livesey Solar
Jetzt der frische Blickwinkel, der uns bei Pola wichtig ist: Schlankheit ist auch Klima-Design. Datenübertragung kostet Energie. Eine Branchen-Benchmark zeigt, dass Websites im Schnitt im Bereich von etwa 0,5 bis 0,7 Gramm CO₂ pro Seitenaufruf liegen können. Digital Carbon Online Das klingt klein – bis du es mit tausenden Aufrufen pro Monat multiplizierst. Plötzlich ist „Bild mal eben hochauflösend“ keine neutrale Entscheidung mehr.
Und dann Barrierefreiheit: In vielen Artikeln ist sie ein Extra. Für uns ist sie Teil derselben Regel. Denn barrierefreies Webdesign zwingt zu Klarheit, sauberer Struktur und robustem Code. Außerdem ist die Zielgruppe groß: Rund 1 von 6 Menschen lebt mit einer Behinderung. Themeisle Wenn du für diese Menschen mitdenkst, baust du meist automatisch besser für alle.
Was heißt das praktisch, ohne in Technik abzurutschen? Wir starten oft mit drei schnellen Checks, die du auch selbst machen kannst:
Die schönste Nebenwirkung: Wenn du Regel 5 ernst nimmst, wird Regel 2 fast automatisch besser. Weniger Ballast macht mehr Platz für Botschaft. Und mehr Ruhe für den Nutzer.


Du willst die fünf Regeln auf deine Seite anwenden?
Die fünf Regeln lesen sich gut. Die eigentliche Frage ist: Womit fängst du an, wenn Zeit und Budget begrenzt sind?
Wir gehen in Projekten selten nach Bauchgefühl vor, sondern nach Wirkungskette. Denn manche Änderungen machen andere überhaupt erst möglich.
Wenn du es pragmatisch willst, hat sich bei uns diese Reihenfolge bewährt:
Erstens: Orientierung und Klarheit stabilisieren (Regel 1 und 2). Wenn Nutzer nicht verstehen, was du anbietest oder wo es weitergeht, bringt dir ein perfekter Farbton nichts. Hier entstehen oft die schnellsten Verbesserungen, weil du eher vereinfachst als neu baust.
Zweitens: Mobile Kernpfade prüfen (Regel 3). Wir schauen dabei nicht auf jede Unterseite, sondern auf die Wege, die wirklich zählen: „Angebot verstehen“, „Vertrauen fassen“, „Kontakt aufnehmen“ oder „kaufen“. Wenn diese Wege mobil sauber laufen, fällt viel Stress weg.
Drittens: Konsistenz systematisieren (Regel 4). Sobald Inhalte und Navigation stehen, lohnt sich ein kleines Designsystem. Nicht als großes Dokument, sondern als handhabbares Set an Komponenten, das deinen Auftritt über Monate stabil hält.
Viertens: Performance und Accessibility fest einbauen (Regel 5). Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um kontinuierliche Pflege. Wir mögen den Gedanken, dass eine Website eher ein Garten ist als ein Plakat: Du misst, du schneidest zurück, du gießt nach.
Und ja, messen gehört dazu. Nicht, um Zahlen zu jagen, sondern um Orientierung zu behalten. Tools wie Lighthouse oder WebPageTest geben dir eine Ausgangslage. Session-Insights wie Microsoft Clarity zeigen dir, wo Menschen hängenbleiben.
Der wichtigste Teil bleibt aber menschlich: Lass echte Nutzer kurz über deine Seite gehen. Fünf ehrliche Rückmeldungen schlagen oft fünf interne Meetings. Und du merkst schnell, ob du wirklich geführt hast – oder nur strukturiert.
Webdesign verändert sich ständig – und bleibt doch erstaunlich gleich. Die Oberflächen werden moderner, Tools werden schneller, KI hilft beim Erstellen von Layouts. Aber die Gründe, warum Menschen Websites verlassen, sind seit Jahren ähnlich: Unklarheit, Frust, Wartezeit, Misstrauen.
Was sich bis 2026 spürbar verschoben hat, ist der Status von Standards. Barrierefreiheit ist vielerorts nicht mehr „nice to have“, sondern eine Erwartung, die in Richtung Pflicht wandert – nicht zuletzt durch Regulierung und steigendes Bewusstsein. Auch wirtschaftlich wird der Markt sichtbarer: Menschen mit Behinderungen entscheiden sich nachweislich für zugänglichere Angebote; 56 % bevorzugen einen Shop wegen besserer Accessibility. Themeisle
Parallel wächst das Bedürfnis nach einem leichteren, weniger verschwenderischen Web. Nachhaltigkeit wird sich unserer Einschätzung nach stärker in digitale Entscheidungen einschreiben – nicht als Trendbadge, sondern als Qualitätskriterium: weniger Daten, weniger Ablenkung, mehr Substanz. Wenn du schlank baust, fühlst du dich nicht nur schneller an. Du wirkst auch klarer.
Und ja: KI wird vieles beschleunigen. Wir sehen das als Chance, mehr Zeit in das zu stecken, was nicht automatisierbar ist: gute Informationsarchitektur, ehrliche Sprache, verantwortungsvolle Entscheidungen. Denn KI kann dir Varianten liefern – aber sie kann dir nicht abnehmen, zu wissen, welche Variante zu deiner Haltung passt.
Wenn du also nach „Zukunft“ suchst, würden wir es so sagen: Die Zukunft gehört nicht den lautesten Seiten. Sondern den Websites, die sich wie Hilfe anfühlen. Die dich nicht drängen, sondern führen. Die nicht ausschließen, sondern einladen. Und die zeigen, dass Design und Technologie auch freundlich sein können.
Diese fünf Regeln sind dafür ein guter Anfang – weil sie nicht an ein Jahr gebunden sind, sondern an Menschen.
Schreib uns eine Nachricht oder buche direkt ein unverbindliches Erstgespräch – wir freuen uns darauf, dich und dein Projekt kennenzulernen.
Anna Stubbe
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