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Website Texte schreiben

Was sind die 7 Cs einer Website? Website‑Texte: So schreibst du klar, verständlich und ansprechend

13. Februar 2026

|

12 Min Lesedauer

Zusammenfassung
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Anna

Viele Websites scheitern nicht an Design oder Technik – sondern daran, dass niemand in wenigen Sekunden versteht, worum es geht.


Die 7 Cs sind ein einfaches Framework, mit dem du Webtexte so strukturierst, dass sie schneller erfasst werden, Vertrauen aufbauen und Nutzer:innen sicher zur nächsten Aktion führen.


Du bekommst hier einen Überblick über alle 7 Cs, plus unsere praxiserprobten Methoden, wie du bestehende Seiten ohne Komplett-Neuschreiben verbessern kannst.

Clear

Concise

Concrete

Correct

Coherent

Complete

Courteous

Inclusive

Warum Webtexte oft scheitern

Wir erleben es in fast jedem Projekt: Eine Website ist optisch stark, technisch sauber, vielleicht sogar schnell – und trotzdem bleiben Anfragen aus. Wenn wir dann gemeinsam in die Inhalte schauen, taucht oft derselbe Moment auf: Du liest die Startseite und merkst, dass du nach drei Absätzen zwar viele Wörter gesehen hast, aber noch keine klare Antwort auf drei einfache Fragen bekommst: Was ist das? Für wen ist das? Was soll ich als Nächstes tun?


Das ist kein „Du-Problem“. Das ist Web-Realität. Nutzer:innen kommen nicht, um deine Texte zu genießen – sie kommen mit einem Bedürfnis. Und sie entscheiden extrem früh, ob sie bleiben. In den ersten Sekunden wird gescannt, nicht gelesen. Pixelart beschreibt diese erste Phase sehr treffend: In 2–3 Sekunden wird nur ein Bruchteil wahrgenommen, um sich ein Bild zu machen. Pixelart Agency


Typische Hürden sehen wir immer wieder:


Erstens: Textwüsten. Was am Desktop noch „ganz okay“ wirkt, wird mobil schnell zur Wand. Drei Sätze können auf dem Handy schon wie ein Block aussehen.


Zweitens: Unklare Begriffe. „Ganzheitliche Lösungen“, „innovative Ansätze“, „kundenorientiert“ – klingt professionell, sagt aber nichts Konkretes. Und sobald Menschen nachdenken müssen, verlieren sie Tempo.


Drittens: falsche Reihenfolge. Viele Websites erzählen zuerst die ganze Geschichte der Organisation – und kommen erst später zum Nutzen. Online funktioniert oft das Gegenteil besser: erst Orientierung und Nutzen, dann Tiefe.


Unser Blick bei Pola ist dabei bewusst ganzheitlich: Text ist kein „Füllmaterial“ fürs Design. Text ist Interface. Er lenkt Aufmerksamkeit, reduziert Unsicherheit und macht aus einem schönen Layout eine handlungsfähige Seite.

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Was gute Texte bewirken

Wenn wir in Projekten über Webtexte sprechen, geht es selten nur um „schöner formulieren“. Es geht um Wirkung: weniger Reibung, mehr Vertrauen, bessere Orientierung – und am Ende oft ganz pragmatisch um mehr Anfragen oder Käufe.


Ein paar Zahlen holen das Thema aus dem Bauchgefühl. Jakob Nielsen hat schon früh gezeigt, wie selektiv Menschen online lesen: Im Durchschnitt werden auf einer Seite nur rund 20 % des Textes wirklich gelesen. usability.ch (Nielsen-Studien) Das heißt nicht „Text ist egal“ – es heißt: Alles, was gelesen wird, muss sitzen.


Spannend finden wir den Blick aus der Conversion-Ecke: Portent hat eine Analyse veröffentlicht, in der Lesbarkeit (gemessen über den Flesch-Score) mit Conversion-Rates korreliert – bis zu etwa 11–13 % Unterschied wurden beobachtet. Portent Natürlich ist das nicht der einzige Faktor. Aber es ist ein starkes Signal: Verständlichkeit ist kein „Nice-to-have“, sondern Teil der Performance.


Und dann ist da noch Vertrauen – dieser leise, aber harte Hebel. Eine britische Umfrage zeigte: 59 % würden nicht bei einem Unternehmen kaufen, wenn die Website offensichtliche Rechtschreib- oder Grammatikfehler hat. Real Business (Global Lingo)


Unser frischer Blickwinkel aus Pola-Sicht: Gute Texte sind auch fair. Sie schließen weniger Menschen aus. Wenn du klare Sprache nutzt, senkst du die Einstiegshürde für Menschen, die nicht täglich Fachtexte lesen, für Nicht-Muttersprachler:innen oder für Nutzer:innen mit kognitiven Einschränkungen. „Zugang für alle“ beginnt oft nicht beim Code – sondern beim Satz.


Und noch etwas, das selten erwähnt wird: Klarheit ist auch eine Form von digitalem Minimalismus. Nicht, weil Text große Datenmengen verursacht, sondern weil unnötige Worte Zeit kosten. Und Zeit ist die knappste Ressource im Web.

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Die 7 Cs geben deinem Content eine klare Richtung

Was die 7 Cs bedeuten

Die 7 Cs kommen ursprünglich aus der Kommunikationstheorie und werden bis heute in Business-Kommunikation gelehrt: Clear, Concise, Concrete, Correct, Coherent, Complete, Courteous. Management Study Guide


Was uns daran gefällt: Es ist kein Trend und kein „Texter-Hack“. Es ist ein einfacher, robuster Rahmen, der dich beim Schreiben (und noch mehr beim Überarbeiten) führt.


Damit das auf Websites wirklich funktioniert, übersetzen wir die Cs leicht in die Web-Praxis:


Clear heißt: Dein wichtigster Satz ist sofort verständlich.


Concise heißt: Du streichst alles, was nicht hilft.


Concrete heißt: Du machst Aussagen überprüfbar und bildhaft.


Correct heißt: Sprache ist sauber – und wirkt dadurch seriös.


Coherent heißt: Dein Text führt, statt zu springen.


Complete heißt: Du beantwortest die Fragen, die Menschen wirklich haben.


Courteous heißt: Du schreibst respektvoll, inklusiv und auf Augenhöhe.


Unsere erste Methode, die wir in nahezu jedem Projekt nutzen, nennen wir intern die Ein-Satz-Probe: Bevor wir an Absätzen feilen, versuchen wir, das Angebot der Seite in einem Satz zu sagen – ohne Nebelwörter. Wenn das nicht geht, ist der Text selten das Problem. Dann fehlt eher Klarheit im Angebot oder in der Priorität.


Und hier kommt ein SEO-Blickwinkel, den viele übersehen: Seit Googles Fokus auf „helpful content“ zählt stärker, ob Menschen nach dem Lesen das Gefühl haben, ihr Ziel erreicht zu haben. Google Search Central Die 7 Cs sind im Grunde eine praktische Antwort darauf: Sie bringen dich weg von „Textfläche füllen“ hin zu „Fragen lösen“.


Wenn du magst, lies die 7 Cs nicht als Regeln, sondern als roten Faden: Du kannst jede Seite einmal entlang dieser sieben Fragen prüfen – und bekommst fast immer eine klare To-do-Liste.

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Clear und Concise umsetzen

Klar und kurz klingt banal – ist aber meist der größte Hebel. Gerade, weil Menschen online selektiv lesen, gewinnt nicht der längste Text, sondern der, der am schnellsten Orientierung gibt. Und weil am Screen langsamer gelesen wird, fühlt sich „ein bisschen zu lang“ schnell nach „zu viel“ an. Pixelart Agency


Unsere zweite praxiserprobte Methode nennen wir die Drei-Checks-Redaktion. Sie funktioniert besonders gut, wenn du bestehende Seiten überarbeitest und nicht alles neu schreiben willst:


1) Erster Satz-Check: Lies nur Überschrift und den ersten Satz. Verstehst du sofort, was angeboten wird und für wen?


2) Scan-Check: Scroll schnell. Bleiben an jeder Bildschirmhöhe „Anker“ hängen – Zwischenüberschriften, kurze Absätze, hervorgehobene Nutzen?


3) Streich-Check: Streiche 15 % der Wörter. Wenn du danach nichts Inhaltliches verlierst, war es vorher zu lang.


Konkret im Text heißt Clear und Concise oft: kürzere Sätze, weniger Füllwörter, weniger Vorrede. Statt „Wir legen Wert darauf, dass…“ lieber direkt sagen, was passiert. Statt „Es kann dabei helfen…“ lieber „Das hilft dir, weil…“. Und ja: Aktive Verben machen viel. Nicht, weil es eine Stilreligion ist – sondern weil Aktiv schneller klärt, wer was tut.


Ein Mini-Beispiel aus dem Alltag, das wir häufig sehen:


„Unsere Lösung ermöglicht es dir, deine Prozesse effizienter zu gestalten.“


Besser: „Du sparst Zeit, weil du Aufgaben in einem Schritt erledigst.“


Der zweite Satz ist kürzer, nutzt ein konkretes Ergebnis (Zeit sparen) und setzt ein Bild in den Kopf.


Und noch ein Blickwinkel, der zu Pola passt: Klarheit ist auch ein Statement gegen leere Versprechen. Gerade Purpose Brands verlieren Vertrauen, wenn sie in großen Worten reden, aber keine klaren Aussagen machen. Clear heißt deshalb manchmal auch: den Mut haben, weniger zu behaupten – und mehr zu zeigen.

Concrete und Correct stärken

Wenn Clear und Concise dafür sorgen, dass dein Text ankommt, sorgen Concrete und Correct dafür, dass er glaubwürdig bleibt.


Concrete heißt: Du ersetzt Nebel durch Substanz. „Nachhaltig“ ist ein gutes Beispiel. Das Wort ist wichtig – aber alleine sagt es wenig. Konkreter wird es, wenn du erklärst, woran man es erkennt: „Wir hosten in Rechenzentren mit Ökostrom“, „Wir versenden plastikfrei“, „Wir veröffentlichen unseren Wirkungsbericht“. Nicht als Selbstdarstellung, sondern als Orientierung für Menschen, die prüfen wollen, ob du meinst, was du sagst.


Correct klingt nach Rechtschreibung – und ja, das gehört dazu. Aber es ist mehr: korrekte Begriffe, konsistente Schreibweise, saubere Zahlen, keine widersprüchlichen Aussagen. Gerade im Web ist das eine stille Vertrauensfrage. Eine Umfrage zeigte, dass 59 % wegen offensichtlicher Fehler nicht kaufen würden. Real Business (Global Lingo)


Wir sehen in der Praxis oft zwei Fehlerquellen:


Erstens: Texte werden spät „irgendwie“ eingefügt. Dann schleichen sich Tippfehler und unterschiedliche Schreibweisen ein, weil niemand mehr Zeit für ein sauberes Lektorat eingeplant hat.


Zweitens: Zahlen werden nicht gepflegt. „Seit über 10 Jahren“ bleibt stehen, obwohl es längst 14 sind. Das wirkt kleinlich – aber genau solche Details kippen Vertrauen.


Wenn du schnell starten willst, nimm dir zwei Tools als Sicherheitsnetz: Für Rechtschreibung und Grammatik ist Duden Mentor eine solide Basis. Für Stil und Satzlängen funktioniert WORTLIGA Textanalyse gut, weil du dort sehr schnell siehst, wo dein Text unnötig kompliziert wird.


Unser Tipp: Lies deine wichtigste Seite einmal laut. Wenn du beim Vorlesen stolperst, stolpert dein Publikum beim Lesen wahrscheinlich auch. Das ist kein perfekter Test – aber ein erstaunlich ehrlicher.

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Content Review und Tonalität

Du brauchst Feedback für Text und Ton?

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Coherent durch Nutzerwege

Viele Texte sind nicht „schlecht“ – sie sind nur nicht geführt. Das ist der Kern von Coherent: Dein Content hat eine innere Logik, die sich an echten Nutzerwegen orientiert.


Wir sehen oft Seiten, die gleichzeitig Startseite, Mission-Statement, Produktkatalog und Pressebereich sein wollen. Das ist verständlich, weil alles wichtig ist. Aber für Nutzer:innen fühlt es sich an wie ein Raum voller Stimmen.


Unser Ansatz ist hier bewusst UX-nah: Wir schreiben nicht „schöner“, wir schreiben entlang von Entscheidungen. Eine Person landet auf deiner Seite und versucht, in kurzer Zeit drei Dinge zu klären: Passt das zu mir? Vertraue ich dem? Was ist der nächste Schritt?


Coherent wird es, wenn du Inhalte so anordnest, dass jede Antwort die nächste Frage vorbereitet. Ein Beispiel, das sich in vielen Projekten bewährt:


Du startest mit einer klaren Hauptaussage und einem Nutzen (Clear), gibst dann eine kurze Einordnung, warum du glaubwürdig bist (Correct/Concrete), und führst anschließend zu den nächsten Seiten, die Tiefe liefern (Complete).


Ein wichtiger Baustein, der dabei gerne unterschätzt wird, ist interne Verlinkung. Nicht als SEO-Trick, sondern als Wegweiser. Wenn du im Text bereits merkst, dass ein Thema eigentlich ein eigener Abschnitt sein müsste, ist das oft ein Zeichen: Hier brauchst du eine Unterseite – und einen Link, der die Leser:innen dorthin führt.


Das ist übrigens auch ein SEO-Vorteil, ohne dass du „für SEO“ schreiben musst: Eine klare Struktur hilft Suchmaschinen, Zusammenhänge zu verstehen – und Menschen, sich nicht zu verlieren.


Wenn du dafür eine schnelle Praxisübung willst: Stell dir vor, du begleitest eine Person wie in einem Museum. Du würdest sie auch nicht in den Lagerraum führen, bevor sie verstanden hat, worum es in der Ausstellung geht. Genau so fühlt sich eine incoherente Website an – und genau so leicht lässt sie sich oft verbessern: durch Reihenfolge, Übergänge und klare „Weiter“-Momente.

Vollständig heißt: Fragen beantworten, nicht Seiten überladen

Complete ohne Textwüste

Complete ist das C, das bei vielen Websites am meisten überrascht. Denn „vollständig“ klingt nach „mehr Text“. In der Praxis heißt es oft das Gegenteil: weniger auf einer Seite, aber die richtigen Dinge an der richtigen Stelle.


Wir unterscheiden dabei zwischen „vollständig für den Moment“ und „vollständig für das Thema“. Auf einer Landingpage braucht jemand schnell Klarheit: Preisrahmen oder nächster Schritt, Leistungsumfang, Zeitplan, Vertrauen. In einem Blogartikel braucht es Tiefe. Auf einer FAQ-Seite braucht es Schrittfolgen.


Ein guter Trick, den wir gerne nutzen, ist die Fragen-Matrix. Du schreibst nicht erst Absätze, sondern sammelst pro Seite die wichtigsten Nutzerfragen in dieser Reihenfolge:


1) Was ist das konkret?


2) Für wen ist es gedacht?


3) Was kostet es oder was ist der Aufwand?


4) Was passiert als Nächstes?


Mehr brauchst du als Start nicht. Und du musst auch nicht alles in Fließtext beantworten. Eine kurze FAQ-Sektion oder ein sauberer Abschnitt „So läuft es ab“ kann Textwüsten verhindern.


Auch aus SEO-Sicht ist Complete interessant: Google bewertet zunehmend, ob Inhalte wirklich helfen, ein Ziel zu erreichen. ConPublica Dazu passt ein Gedanke, der uns in 2026 ständig begegnet: In einer Welt voller KI-generierter Standardtexte gewinnt, wer echte Lücken schließt. Dazu gehört auch, die Fragen zu beantworten, die andere auslassen.


Ein Beispiel aus dem Alltag: Wenn du eine Seite „App entwickeln lassen“ hast, reicht „Wir entwickeln Apps“ nicht. Complete heißt dann: Welche Plattformen? Welche Schritte? Was brauchst du von mir? Wie sieht Support nach dem Launch aus? Genau diese Klarheit reduziert Rückfragen – und spart im Betrieb Zeit. In Plain-Language-Case-Studies zeigte sich, dass klare Informationen Rückfragen spürbar senken können. TCBOK


Vollständig heißt also: nicht alles sagen – sondern alles beantworten, was Entscheidungen erleichtert.

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Courteous und inklusiv schreiben

Das letzte C wird oft als „höflich“ übersetzt – und dann als nettes Extra abgehakt. Für uns ist Courteous der Kern, wenn du als Marke Vertrauen aufbauen willst.


Rücksichtsvoll heißt im Web nicht, überall freundlich zu klingen. Es heißt: Du nimmst die Perspektive der Person ernst, die gerade vor deinem Text sitzt. Du erklärst Abkürzungen, wenn sie nicht selbstverständlich sind. Du vermeidest herablassende Formulierungen. Du schreibst so, dass Menschen nicht das Gefühl haben, „zu dumm“ zu sein.


Und ja, Courteous hat viel mit Barrierefreiheit zu tun. „Zugang für alle“ ist nicht nur Kontrast und Screenreader. Sprache ist eine Barriere, wenn sie unnötig kompliziert ist. Wir sehen Purpose-Projekte, die gesellschaftlich etwas bewegen wollen – und gleichzeitig so akademisch schreiben, dass ein Teil der Zielgruppe aussteigt. Das ist schade, weil es den Impact begrenzt.


Ein einfacher Perspektivwechsel hilft fast immer: Dreh „wir“ in „du“.


Aus „Wir bieten dir…“ wird „Du bekommst…“. Aus „Unsere Leistungen umfassen…“ wird „Damit kannst du…“. Das ist kein Trick. Es ist eine Haltung.


Courteous heißt auch: ehrlich sein, wo Grenzen sind. Wenn ein Prozess 2 Wochen dauert, schreib das. Wenn du gerade ausgebucht bist, sag, wann wieder Kapazität da ist. Gerade 2026, wo Menschen gelernt haben, Marketingtexte zu misstrauen, wirkt Klarheit wie Respekt.


Und als Pola-Perspektive, die wir selten in anderen Text-Guides lesen: Courteous ist auch ökologisch gedacht. Nicht wegen Datenvolumen, sondern weil du Zeitverschwendung reduzierst. Wenn dein Text jemanden dreimal um den Block führt, ist das wie ein Umweg im Interface. Rücksichtsvoll schreiben heißt: den direkten Weg anbieten – und optional die Tiefe dahinter.


Wenn du nur eine Sache aus diesem Abschnitt mitnimmst: Schreib so, dass du dich freuen würdest, wenn jemand so mit dir spricht.

Styleguide und Content System

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7 Cs Checkliste für Redaktionen

Wenn du die 7 Cs nicht nur lesen, sondern wirklich nutzen willst, braucht es einen Ablauf, der in deinen Alltag passt. Viele Teams scheitern nicht am Wissen, sondern daran, dass Content „zwischen Tür und Angel“ entsteht.


Hier ist unsere schnelle, praxistaugliche Reihenfolge – besonders gut für kleine Teams oder Solo-Verantwortliche:


Schritt 1: Klarheit festnageln (Clear). Schreib den Ein-Satz-Kern der Seite. Wenn du ihn nicht findest, ändere noch nichts am Fließtext.


Schritt 2: Kürzen ohne Angst (Concise). Entferne zuerst alles, was nur nach „Website“ klingt: Floskeln, Vorreden, doppelte Aussagen.


Schritt 3: Konkretheit nachziehen (Concrete). Ersetze mindestens drei vage Wörter durch Beispiele, Zahlen oder klare Begriffe.


Schritt 4: Korrektur als Qualitätsritual (Correct). Einmal durch LanguageTool oder Duden Mentor, dann einmal laut lesen.


Schritt 5: Nutzerweg prüfen (Coherent). Stell dir vor, jemand kommt über Google mitten in die Seite. Versteht er trotzdem, wo er ist und wie es weitergeht?


Schritt 6: Fragen schließen (Complete). Schau in die Search Console oder in dein Postfach: Welche Rückfragen kommen immer wieder? Diese gehören in die Seite.


Schritt 7: Ton und Zugang polieren (Courteous). Prüfe: Sprichst du auf Augenhöhe? Sind Fachwörter erklärt? Gibt es Stellen, die Druck machen oder beschämen?


Wichtig ist die Verantwortlichkeit. Unser Tipp: Benenne eine Person als „Text-Owner“ pro Kernseite. Nicht als Gatekeeper, sondern als jemand, der die letzten 20 % Qualität sichert.


Und wenn du mit mehreren Seiten arbeitest, lohnt sich ein kleines Content-System: Wiederkehrende Textbausteine (z. B. Prozess, Werte, FAQ) werden zentral gepflegt, damit du nicht 10 Varianten derselben Aussage auf der Website hast.


Das wirkt unspektakulär. Aber genau diese Ruhe im System ist oft der Unterschied zwischen einer Website, die stimmig wirkt – und einer, die sich nach Zufall anfühlt.

FAQ zu Webtexten und 7 Cs

Häufige Fragen zu Webtexten und 7 Cs

Sind die 7 Cs eher für Copywriting oder für UX Writing gedacht?

Wie lang sollten Website-Texte 2026 idealerweise sein?

Schadet einfache Sprache meiner Professionalität?

Wie passt SEO zu klaren, kurzen Texten – braucht Google nicht mehr Inhalt?

Welche Tools helfen mir am schnellsten beim Überarbeiten?

Wie bekomme ich eine konsistente Brand Voice über alle Seiten hinweg?

Was ist der häufigste Fehler bei „Complete“?

Ein SVG-Icon, das einen stilisierten Pfeil darstellt, der nach rechts zeigt. Es besteht aus zwei Linien: eine geschwungene Linie von unten links nach oben rechts und eine gerade Linie, die vom unteren Punkt der Kurve nach rechts führt. Der Pfeil hat abgerundete Kanten und ist in einem dunklen Blau gezeichnet.
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